Öffnung wegen Raketenangriffen abgesagt Mittwoch, 24. Dezember 2008 / 09:58 Uhr
Jerusalem - Nach neuen massiven Raketenangriffen aus dem Gazastreifen hat Israel die geplante Öffnung der Grenzen für Hilfslieferungen wieder abgesagt. Das gab ein israelischer Militärsprecher bekannt.
 Checkpoint Erez an der Grenze Israels zum Gazastreifen.
Seit den frühen Morgenstunden seien mindestens zwölf Kassam-Raketen und Mörsergranaten im israelischen Grenzgebiet eingeschlagen. Auch die Küstenstadt Aschkelon sei von den Angriffen betroffen.
Zuvor hatte der israelische Verteidigungsminister Ehud Barak einer teilweisen Öffnung der Grenzübergänge zum Gazastreifen für Hilfslieferungen am heutigen Mittwoch zugestimmt. Barak entsprach damit dem Drängen der internationalen Gemeinschaft, die sich besorgt über die humanitäre Lage im Gazastreifen geäussert hatte.
Durchgängig abgeriegelt
Israel hat das Gebiet wegen der Raketenangriffe seit sieben Wochen fast durchgängig abgeriegelt. Die radikal-islamische Hamas hatte sich am Dienstag zur Erneuerung einer Waffenruhe mit Israel bereit erklärt.
Die am 19. Juni zwischen Israel und zwölf militanten Palästinenserfraktionen im Gazastreifen vereinbarte Waffenruhe war am Freitagmorgen zu Ende gegangen. Die radikale Gruppe Islamischer Dschihad hat seitdem Dutzende von Kassam-Raketen und Mörsergranaten auf Israel abgefeuert.
(ht/sda)
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