GLOSSAR
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Offener Brief

Montag, 4. November 2002 / 11:52 Uhr

An die Geschäftsstelle des FC St.Gallen, sehr geehrter Herr Müller, sehr geschätzter Herr Stadelmann, sehr verehrender Herr Staub, ich habe lange auf diesen Moment gewartet. Es quält mich seit Tagen, Stunden, gar Minuten und Sekunden. Ich war am vorangegangenen Wochenende mit meinen 3 Kindern, meiner Frau und meiner Sekretärin im Fussball-Tempel Espenmoos. Und Ihnen ein grossen Kompliment machen.

Herr Staub, den meine Kinder, meine Frau, meine Sekretärin und ich leider nur vom Sehen her kennen, leistet eine tolle Arbeit. Wie er aus einem demolierten Haufen namens Mannschaft ein eingeschworenes Team gemacht hat, ist schon aller Ehren wert. Beim 0:6 in Basel konnte er auch mit seiner sensationellen Umstellung des Teams nichts mehr retten. Dachte ich, gibst ihm noch eine Chance. Dann der grosse Tag! Der 27. Oktober. Ich nahm meine Kinder, meine Frau, meine Sekretärin mit auf den Zauberberg Espenmoos. Schnell mal 80 Franken an der Kasse bezahlt für 5 Ihrer tollen Stehplätze hinter dem Tor. Dann 90 Minuten Festival mit Sascha Müller und den anderen Superstars. Fand es auch mal gut, dass sie das Supertalent Barnetta auf der Bank liessen. Ich schliesse meine Kinder auch ab und zu mal ein, wenn sie mir auf dem Kopf rumtrampeln. Achso, das Spiel. Es lief ja wie am Schnürchen. Dass nur Gane zum 1:0 traf, machte mir nichts aus. Sieg ist Sieg, Bratwurst hin oder her. Die haben wir nach dem Spiel auch gegessen. Mit ein paar St.Gallen-Fans, die enttäuscht vor sich hingrübelten. Konnten meine Kinder, meine Frau, meine Sekretärin und ich garnicht verstehen. Herr Präsident, Herr Transferchef und Herr Trainer, nochmals vielen Dank für diesen tollen Tag, für die neuen Superstars Lerinc und Hejduk und vorallem für die Tatsache, dass wir mal Rainer Bieli wieder auf einem Fussballrasen sehen durften, auch wenn er nur das rote Trikot des Verlierers getragen hatte. Was ich ganz vergessen habe ist eine Frage. Da ich diesen Sonntag mit meinen Kindern, meine Frau und meiner Sekretärin einen tollen Tag am Bodensee verbracht habe, weiss ich nicht, wie sie das Derby in Wil überstanden haben. Könnten Sie mir bitte das Ergebnis durchgeben? Und Kopf hoch, der Staub kriegt das bei Ihnen schon auf die Reihe Liebe Grüsse Peter Glosser (aku/keine)