PNOS-Kundgebung gegen «kulturfremde Bauten» Samstag, 16. Dezember 2006 / 21:32 Uhr
Langenthal - Die Partei national orientierter Schweizer (PNOS) hat in Langenthal eine Kundgebung gegen kulturfremde Bauten durchgeführt. 80 bis 100 Personen nahmen laut Polizei an der von den Stadtbehörden bewilligten Aktion teil.
 Die PNOS benutzt populistische Themen, wie den Minarettstreit, um Gehör zu finden.
Die Kundgebung verlief nach Angaben der Berner Kantonspolizei friedlich. Dagegen mussten die Polizisten beim Bahnhof 80 bis 100 vermummte Anhänger des Antifa-Lagers daran hindern, in die Stadt einzudringen. Dabei setzten sie auch Gummischrot ein.
Beim Bahnhof konnten die Teilnehmer dieser unbewilligten Demonstration nach Absprache mit den Behörden eine kurze Platzkundgebung durchführen.
In einem mit «Antifaschistische Gruppen» unterschriebenen Communiqué wurde diese Kundgebung als spontanes und lautstarkes Zeichen gegen Rassismus und Rechtsextremismus bezeichnet. Die Kundgebung der PNOS richte sich gegen das in Langenthal geplante Minarett.
Baubewilligung
Am Dienstag bewilligte die örtliche Baubehörde der Islamischen Glaubensgemeinschaft den Bau eines symbolischen Minaretts in Langenthal. Die Gegner wollen diesen Entscheid nun an den Kanton weiterziehen. 76 Einsprachen waren gegen das Projekt eingegangen.
Im Sommer hatte die PNOS in einem Flugblatt dazu aufgerufen, Einsprache gegen das Projekt zu erheben. Die Partei hat einen Sitz im 40-köpfigen Langenthaler Gemeindeparlament.
(fest/sda)
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