Pilger sollen nicht mehr zum Vatikan kommen Donnerstag, 7. April 2005 / 09:15 Uhr aktualisiert: 09:31 Uhr
Rom - Einen Tag vor der Beisetzung von Johannes Paul II. herrscht in Rom weiter Chaos: Auch am Morgen standen weiterhin hunderttausende Menschen in der kilometerlangen Warteschlange, um den im Petersdom aufgebahrten Leichnam des Papstes zu sehen.
 Vor dem Petersdom warten wieder Hundertausende auf Einlass. (Archiv)
Der Zivilschutz hatte am Mittwochabend allerdings entschieden, keine weiteren Gläubigen zu der Schlange hinzu zu lassen. Damit sollte verhindert werden, dass unzählige Menschen viele Stunden lang umsonst warten: Die Basilika wird am Abend für Besucher geschlossen, um die Vorbereitungen für die Beisetzung am Freitag einzuleiten.
Unterdessen forderte der italienische Zivilschutz weitere in Rom eintreffende Pilger auf, sich in das grosse Areal Tor Vergata am Stadtrand zu begeben, wo eine Zeltstadt aufgebaut wurde. Der Vatikan kann keine weiteren Menschen mehr verkraften, hiess es.
Maximal 300 000 auf dem Petersplatz
Die Beisetzungszeremonie am Freitag wird auf sieben gigantischen Leinwänden in ganz Rom übertragen. Auf dem Petersplatz können maximal 300 000 der insgesamt fast vier Millionen erwarteten Pilger die Totenmesse verfolgen.
Am Morgen will der Vatikan das Testament des Pontifex veröffentlichen. Das 15-seitige Dokument hatte Johannes Paul II. auf Polnisch verfasst. Einige Absätze stammen Vatikanangaben zufolge bereits aus dem Jahr 1979.
(fest/sda)
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