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Präsident des FC Wil muss nach St. Gallen in Untersuchungshaft

Dienstag, 19. November 2002 / 17:07 Uhr

St.Gallen - Der vergangene Woche in Amriswil TG verhaftete Präsident des FC Wil, Andreas Hafen (40), wird nach St. Gallen in Untersuchungshaft überführt.

Der Kanton Thurgau hat das Verfahren gegen den Präsidenten des FC Wil an den Kanton St. Gallen abgetreten.

Zuständig für die weiteren Ermittlungen ist die Abteilung Wirtschaftsdelikte beim Kantonalen Untersuchungsamt St. Gallen, wie die St. Galler Kantonspolizei bekannt gab. Der wegen Verdachts von Vermögensdelikten in Millionenhöhe inhaftierte Hafen wird deshalb in einem St. Galler Untersuchungsgefängnis untergebracht.

Hafen wird verdächtigt, als Mitarbeiter der UBS St. Gallen Vermögensdelikte in Millionenhöhe begangen zu haben. Es fanden mehrere Hausdurchsuchungen statt, wobei diverse Dokumente sichergestellt wurden. Hafen war bis zu seiner Festnahme bei der UBS St. Gallen Kundenberater Firmenkunden im Rang eines Vizedirektors.

Ob es einen Zusammenhang zwischen den Vermögensdelikten Hafens und seinem Amt als Präsident des FC Wil gibt, ist nach wie vor offen. Auf Hafens Spur kamen die Behörden, als sie in einem anderen Verfahren ermittelten. Dabei stiessen sie auf Ungereimtheiten.

(bsk/sda)