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Protest in London gegen Kämpfe in Libanon

Samstag, 5. August 2006 / 21:50 Uhr

Ankara - In London sind laut Polizei rund 20 000 Menschen gegen die Kämpfe in Libanon auf die Strasse gegangen. Die Kundgebung begann am Hyde Park und nahm ihren Weg an der US-Botschaft sowie am Regierungssitz von Premierminister Tony Blair vorbei.

Aufgerufen zu der Massendemonstration hatte die Koalition Stoppt den Krieg.

Aufgerufen zu der Massendemonstration hatte die Koalition Stoppt den Krieg. Die Veranstalter erklärten, die britische Öffentlichkeit sei entsetzt über die Ereignisse in Libanon und stimme nicht mit Blairs Haltung überein. «Die Menschen wollen einen Waffenstillstand, bei dem die Grenzen Libanons geachtet werden.»

Unter den Demonstranten waren auch mehrere Abgeordnete der regierenden Labour-Partei und eine Gruppe orthodoxer Juden, die gegen das Vorgehen Israels protestierte.

Offenen Brief an Blair

Die Organisatoren der Demonstration übergaben am Regierungssitz in der Downing Street einen offenen Brief, in dem Blair dazu aufgefordert wird, sich endlich für einen Waffenstillstand einzusetzen. Nach Informationen der Zeitung «The Independent» haben 40 000 Menschen den Brief unterschreiben.

Auf ihrer Internetseite riefen die Organisatoren dazu auf, am Kriegerdenkmal neben Blairs Büro Kinderschuhe niederzulegen, «um unser Entsetzen über seine Mittäterschaft bei Kriegsverbrechen» auszudrücken. Nicht nur im Libanon und den Palästinensergebieten, auch im Irak und in Afghanistan würden Kinder «abgeschlachtet».

Blair unterstützt die Haltung der USA, die vor einem Waffenstillstand eine politische Einigung im Nahen Osten fordern.

(bert/sda)


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