GESELLSCHAFT
Anzeige
Rechtsextremisten an Kundgebung im Halbe

Samstag, 13. November 2004 / 17:59 Uhr

Halbe - Rund 1600 Rechtsextremisten haben nach Polizeiangaben an einer Kundgebung im brandenburgischen Halbe teilgenommen. Zu einer Gegendemonstration kamen etwa 1000 Menschen.

Ihr Protest richtete sich gegen das so genannte Heldengedenken, zu dem die rechte Szene am Rande von Deutschlands grösstem Soldatenfriedhof südlich von Berlin aufgerufen hatte. Die Kundgebungen verliefen bis auf kleinere Rangeleien friedlich.

Die Polizei hatte nach eigener Darstellung rund 1600 Beamte im Einsatz. Ziel war es, die Gruppen strikt voneinander zu trennen, um Zusammenstösse zu verhindern.

Auf dem Friedhof von Halbe sind etwa 22 000 Soldaten und Zivilisten bestattet, die bei einer der letzten Kesselschlachten des Zweiten Weltkriegs im Frühjahr 1945 ums Leben kamen.

Das Gräberfeld ist in jedem Jahr anlässlich des Volkstrauertages Ziel von Rechtsextremisten. Hauptredner der Kundgebung war der Hamburger Neonazi Christian Worch.

(rr/sda)