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Rolle Bayrous rückt in den Mittelpunkt

Freitag, 27. April 2007 / 17:28 Uhr

Paris - Vor der Stichwahl um Frankreichs Präsidentschaft ist die künftige Rolle des Wahldritten François Bayrou in den Mittelpunkt des Interesses gerückt.

Viele sehen Bayrou als Premierminister, wenn Royal Staatschefin wird.

Gemäss einer Umfrage für «Figaro magazine» wünschen sich 37 Prozent der Franzosen Bayrou als Premierminister, wenn die Sozialistin Ségolène Royal Staatschefin wird. Damit verdrängte er den früheren sozialistischen Wirtschaftsminister Dominique Strauss-Kahn mit 29 Prozent auf den zweiten Rang.

Bayrou hatte in der ersten Runde der Präsidentschaftswahlen mit 18,57 Prozent den dritten Rang belegt. Die 6,82 Millionen Wähler des Zentrumskandidaten gelten bei der Stichwahl am 6. Mai als Zünglein an der Waage.

Der Konservative Nicolas Sarkozy hatte den ersten Urnengang mit 11,45 Millionen Stimmen gewonnen. Royal hatte fast zwei Millionen Stimmen weniger erhalten.

Block gegen Sarkozy

Royal sagte dem Fernsehsender TF1, sie sei «noch nicht» dabei, Regierungsposten zu verteilen. Ihre Minister müssten aber der «Präsidentenmehrheit» angehören. Dabei bekräftigte die Sozialistin, sie könne sich Mitglieder von Bayrous UDF in ihrer Regierung vorstellen.

Das Hauptstadtblatt «Le Monde» titelte in seiner Samstagsausgabe: «Royal und Bayrou bilden einen Block gegen Sarkozy». Bayrou hatte am Mittwoch jedoch gesagt, es sei «in der derzeitigen Lage absolut unmöglich», dass er Premierminister unter Royal oder ein wichtiges Ressort unter ihrem Rivalen Sarkozy führen werde.

(smw/sda)


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