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Rumsfeld verhinderte Schlag gegen El Kaida

Sonntag, 8. Juli 2007 / 20:12 Uhr

Washington - Der ehemalige US-Verteidigungsminister Donald Rumsfeld soll 2005 einen entscheidenden Militärschlag gegen El Kaida verhindert haben. Dies aus Sorge um die Beziehungen zu Pakistan, wie die «New York Times» am Sonntag berichtete.

Donald Rumsfeld wird immer wieder für die mangelnden Erfolge in Afghanistan und im Irak verantwortlich gemacht.

Ziel der abgeblasenen Operation sei El-Kaida-Vizechef Eiman al-Sawahiri gewesen.

Pünktlich zum 75. Geburtstag von Rumsfeld berichtete die «New York Times» von der US-Pleite im Kampf gegen den internationalen Terrorismus.

Sie berief sich dabei auf namentlich nicht genannte US-Geheimdienstleute und hohe Offiziere.

Aktion zu gefährlich

Die US-Militärs hatten demnach Anfang 2005 schon mit den letzten Vorbereitungen eines Angriffs mit mehreren hundert Mann auf eine El-Kaida-Versammlung im bergigen afghanisch-pakistanischen Grenzgebiet begonnen, als das Pentagon die Aktion abbrechen liess.

Am Treffen auf pakistanischem Boden sollen demnach hochrangige El-Kaida-Führer wie Al-Sawahiri teilgenommen haben.

Rumsfeld habe die Militäroperation als zu gefährlich für die US-Streitkräfte angesehen. Er habe zudem befürchtet, der Einsatz im von Stämmen dominierten Grenzgebiet könnte das Verhältnis zur pakistanischen Regierung belasten.

Schon mehrere Chancen verpasst

Geheimdienstleute und führende Militärs in Washington seien über die verpasste Chance sehr enttäuscht gewesen, berichtete die Zeitung.

Sie zitierte ehemalige US-Offiziere, gemäss welchen schon öfters Chancen im Kampf gegen El Kaida verpasst worden seien.

Rumsfeld gilt auch bei den Konservativen in den USA als einer der Hauptverantwortlichen der Regierung von US-Präsident George W. Bush für die mangelnden Erfolge in Afghanistan und im Irak.

(rr/sda)


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