US-WAHLEN 2012
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«Sandy» zwingt Wahlplaner zum Improvisieren

Sonntag, 4. November 2012 / 10:30 Uhr

Washington - Sturm «Sandy» zwingt die Planer der US-Wahlen zum Improvisieren. Vor der Präsidentenwahl am 6. November müssen sich die Menschen darauf einzustellen, ihre Stimme in Armeelastwagen oder in Zelten abzugeben. Auch per Fax oder Email sollen die Bürger wählen können.

Warteschlange vor einem Wahllokal in New York City.

Die vom Sturm besonders schwer getroffenen Gebiete in New Jersey, New York und Connecticut waren am Wochenende teilweise immer noch von der Stromversorgung abgeschnitten. Die Wahlen würden in den Katastrophengebieten aber auf jeden Fall stattfinden, zitierte die Zeitung «New York Times» Lokalpolitiker.

«Ob Hölle oder Hochwasser - wir hatten beides -, wir wählen am Dienstag», sagte ein Vertreter des zuständigen Wahlvorstands in Nassau County auf Long Island. In der Hälfte der Wahllokale in diesem Bezirk gab es am Freitag noch kein elektrisches Licht.

Der Zeitung zufolge plant New York, für das Abstimmen Zelte aufzustellen. In New Jersey könnten Militärlastwagen zu Wahllokalen umfunktioniert werden.

Auszählen könnte länger dauern

Insgesamt stehen die Wahlen unter dem Einfluss von «Sandy». So werde der Ausfall des Postdienstes wahrscheinlich das Eintreffen von Briefwahl-Stimmen verzögern. Das Auszählen könnte daher länger dauern, hiess es. Auch könne es passieren, dass viele Menschen aufs Wählen ganz verzichteten, weil sie schlicht andere Sorgen hätten.

Auswirkungen auf das Ergebnis werde das voraussichtlich nicht haben. Die am schwersten betroffenen Landstriche lägen in Staaten, in denen ohnehin mit einem Wahlsieg von Amtsinhaber Barack Obama gerechnet werde. Aber die Störungen könnten einzelne Kongresswahl-Entscheidungen und lokale Abstimmungen beeinflussen.

Bewohner von New Jersey, die wegen der Zerstörungen durch Supersturm «Sandy» ihre Häuser verlassen mussten, dürfen am Dienstag ihre Stimme auch per Email oder per Fax abgeben. Die Massnahme solle die Abstimmung erleichtern, sagte Vizegouverneurin Kim Guadagno.

Die Option, die bereits bei US-Bürgern im Ausland sowie den Streitkräften Anwendung findet, gilt auch für die Rettungskräfte, die in New Jersey im Einsatz sind.

(asu/sda)


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