KATRINA
Anzeige
Schweizer Arzt reist ins Krisengebiet

Mittwoch, 14. September 2005 / 20:41 Uhr

Bern - Ein Schweizer Arzt ist unterwegs in das vom Hurrikan «Katrina» betroffene Gebiet im Südosten der USA. Die Schweiz stellt ihn der Weltgesundheitsorganisation (WHO) in den USA zur Nothilfe im Krisengebiet zu Verfügung.

Die Schweizer Nothilfe im Südosten der USA läuft an.

Die USA hätten zudem Interesse bekundet an Schweizer Hygienesets, sagte Andreas Stauffer, Sprecher der Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit (DEZA), gegenüber der Nachrichtenagentur sda. Diese sind für die durch «Katrina» obdachlos gewordenen Menschen bestimmt.

Die USA waren vor eineinhalb Wochen auf ein Hilfsangebot der Schweiz eingetreten. Die DEZA stellte daraufhin 50 Tonnen Hilfsgüter bereit - Decken, Zelte, Plastik-Abdeckfolien und Hygienesets. Auch mehrere Schweizer Experten sollten im Katastrophengebiet zum Einsatz kommen.

Verzögerung

Auf das grüne Licht der US-Behörden für die Auslieferung des Materials wurde seither aber vergeblich gewartet. Die Verzögerung sei angesichts der Komplexität der Situation «erklärbar», sagte Stauffer dazu. «Je strukturierter ein Staat ist, desto komplexer ist die Logistik».

Zudem seien Hilfsangebote aus aller Welt an die USA gelangt. «Da ist es klar, dass die grösseren Angebote zuerst behandelt wurden», erklärte der DEZA-Sprecher.

(bert/sda)


Artikel-Empfehlungen:

USA lehnen Schweizer Nothilfe ab15.Sep 16:30 Uhr
Bush übernimmt Verantwortung13.Sep 18:54 Uhr
Schweizer Hilfsgüter stehen bereit6.Sep 20:54 Uhr
USA will Schweizer Hilfe4.Sep 18:05 Uhr