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Sechs britische Soldaten bei Angriff getötet

Dienstag, 24. Juni 2003 / 21:19 Uhr

Bagdad - Bei zwei Angriffen im Süden Iraks sind sechs britische Soldaten getötet worden. Acht weitere Soldaten wurden bei den Attacken nahe El Amarah nördlich von Basra verletzt, wie die britische Regierung in London mitteilte.

Ein britischer Soldat im Irak.

Britische Truppen kontrollieren den Süden Iraks. Bislang waren keine schwerwiegenden Übergriffe gegen die britischen Besatzungstruppen bekannt geworden. Im Gegensatz dazu haben seit dem 1. Mai, dem erklärten Ende der Kriegshandlungen, 18 US-Soldaten bei Angriffen ihr Leben verloren.

Bei Angriffen und Feuergefechten zwischen US-Soldaten und Gegnern der amerikanischen Besatzung in Irak wurden erneut mehrere Iraker getötet.

Ein amerikanischer Soldat wurde nach Angaben des US-Zentralkommandos in Bagdad verletzt. Er wurde bei einem Schusswechsel an einer Strassensperre im westirakischen Ramadi verwundet, wie die US-Armee mitteilte. Drei Iraker seien getötet, zwei weitere verletzt worden.

Augenzeugen in Ramadi berichteten dem arabischen Fernseh-Sender El Dschasira zudem von drei weiteren Irakern, die von den US-Soldaten nach einem Angriff getötet worden seien.

In der nicht weit von Ramadi gelegenen Stadt Falludscha hätten Unbekannte US-Soldaten mit zwei Panzerfäusten angegriffen, meldete El Dschasira weiter. Dabei sei niemand verletzt worden. Bei der anschliessenden Suche nach den Angreifern hätten die Soldaten einen Mann in seinem Haus getötet.

Unterdessen intensivierten die Amerikaner ihre Patrouillen im ganzen Land. Dabei wurden 35 Verdächtige festgenommen, darunter ein Mann der Propaganda-Videokassetten verkaufte, auf denen angeblich die Hinrichtung eines US-Soldaten im Golfkrieg von 1991 gezeigt wurde.

Nach den jüngsten Angriffen auf Ölpipelines kündigte das Bagdader Ölministerium eine verschärfte Überwachung an. Die Zahl der bewaffneten Wachleute werde von 3000 auf 6000 verdoppelt, sagte ein Ministeriumsvertreter.

Dörfer in der Umgebung der Atomanlage Tuwaitha ausserhalb Bagdads sind nach Angaben der Umweltschutzorganisation Greenpeace radioaktiv verseucht. Der Atomkomplex war nach dem Sturz des Regimes geplündert worden. Die von Greenpeace gemessenen Werte liegen zum Teil bis zu tausendfach über dem Normalwert.

(bert/sda)