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Serbien dementiert Angaben zu Mladic

Mittwoch, 26. Dezember 2007 / 16:50 Uhr
aktualisiert: 20:07 Uhr

Belgrad - Die serbische Regierung hat Äusserungen eines leitenden Staatsanwaltes dementiert, denen zufolge sich der wegen Kriegsverbrechen angeklagte bosnisch-serbische General Ratko Mladic in Serbien befindet.

Der Ring um Mladic ziehe sich gemäss Vladimir Vukcevic «immer enger zusammen».

Die Behörden wüssten nicht, ob sich Mladic in Serbien aufhalte, sagte Rasim Ljajic, der in der Regierung für die Zusammenarbeit mit dem UNO-Kriegsverbrechertribunal in Den Haag zuständig ist, in Belgrad.

Die Regierung habe keine Informationen über den Aufenthaltsort von Mladic.

Der für Kriegsverbrechen zuständige Staatsanwalt Vladimir Vukcevic hatte nach Angaben der Nachrichtenagentur Beta vom Dienstag gesagt, Mladic sei in Serbien.

Auch der ebenfalls vom UNO-Tribunal angeklagte frühere politische Führer der Serben in Bosnien, Radovan Karadzic, befinde sich auf dem Balkan.

«Falsche Interpretation»

Ljajic sagte, die Äusserungen von Vukcevic seien «falsch interpretiert» worden. Die Behörden seien Mladic nicht auf der Spur, obwohl es ganz sichere Beweise gebe, dass der Ex-General sich bis Ende 2005 und «möglicherweise» bis Anfang 2006 in Serbien aufgehalten habe.

Die am Jahresende aus dem Amt scheidende Chefanklägerin des UNO-Tribunals, Carla Del Ponte, bekräftigte in einem Gespräch mit der Belgrader Zeitung «Blic» (Dienstagsausgabe), Mladic halte sich in Serbien auf.

Im Frühjahr 2006 hätten sich die serbischen Behörden geweigert, ihn festzunehmen. Belgrad habe dessen Aufenthaltsort genau gekannt und mit ihm über eine freiwillige Aufgabe verhandelt. Mladic habe dies aber abgelehnt.

Mladic und Karadzic werden unter anderem wegen des Massakers an 8000 muslimischen Männern im ostbosnischen Srebrenica 1995 gesucht.

(bert/sda)


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