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Sheehan unterbricht Mahnwache vor Bush-Ranch

Freitag, 19. August 2005 / 16:09 Uhr

Crawford - Soldatenmutter Cindy Sheehan hat ihre Proteste gegen den Irak-Krieg vor der Ranch von US-Präsident George W. Bush im texanischen Crawford unterbrochen.

US-Präsident George W. Bush hat der Soldatenmutter bisher noch ein Gespräch verweigert.

Sie müsse nach Kalifornien und ihre Mutter pflegen, die einen Schlaganfall erlitten habe.

Dies sagte die 48-Jährige vor Journalisten in der Nähe von Bushs Ranch, wo sie seit Anfang August Mahnwache hält. Doch werde sie so rasch wie möglich zurückkehren, kündigte sie weiter an.

Symbolfigur

Seitdem Cindy Sheehan vor rund zwei Wochen mit ihrer Mahnwache vor der Bush-Ranch begonnen hatte, ist sie zu einer neuen Symbolfigur der Anti-Kriegs-Bewegung geworden. Sheehans Sohn war im April 2004 bei einem Rebellenangriff in Bagdad getötet worden.

Die Mutter verlangt ein persönliches Gespräch mit Bush, das er ihr bislang verweigert. Allerdings war sie schon vor einem Jahr mit dem Präsidenten zusammengetroffen, als dieser in einer Kaserne bei Seattle mit den Hinterbliebenen von Soldaten sprach.

Unmut der Anwohner

Immer mehr Demonstranten hatten sich in den vergangenen Tagen in Sheehans Lager vor der Bush-Ranch versammelt. Die Aktivitäten der Demonstranten haben Unmut unter einigen Anwohnern erregt.

Sheehan und ihre Anhänger wollten die Mahnwache deshalb am Freitag auf ein nahe gelegenes Privatgrundstück verlegen. Für das kommende Wochenende haben sich rund 500 weitere Demonstranten zur Verstärkung angemeldet.

(bsk/sda)


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