DATENSCHUTZ
Anzeige
Studie empfiehlt GPS-System für Raser

Sonntag, 27. September 2009 / 14:03 Uhr

Bern - In den Fahrzeugen von Rasern soll ein GPS-Gerät eingebaut werden. Dieses könnte via Satellit Standort und Tempo des Autos mit einer Datenbank abgleichen, in der die zulässigen Höchstgeschwindigkeiten erfasst sind. Die Daten würden dann dem Bund übermittelt.

Ob die Vorschläge umgesetzt werden ist noch unklar.

Für das Bundesamt für Strassen (Astra) sei es wichtig, gegen Tempoüberschreitungen vorzugehen, weil diese Hauptursache für schwere Unfälle seien.

Darum sei eine Studie eines Basler Beratungsbüros finanziert worden, sagte Astra-Sprecherin Françoise Tschanz und bestätigte eine Meldung der «SonntagsZeitung».

Die Studie schlägt die Umsetzung des sogenannten Intelligent-Speed-Adaption-Systems vor, einer GPS-Technologie, die dazu dient, Regelverstösse von Autofahrern lückenlos zu erfassen. Das Gerät würde täglich ermitteln, ob es zu einer Tempoüberschreitung gekommen ist.

Keine flächendeckende Massnahme

Das Astra fordert, dass notorische Raser nur dann den Ausweis wiedererhielten, wenn sie ausschliesslich mit diesem System ausgerüstete Fahrzeuge lenkten. Von der Massnahme wären jährlich 600 Personen betroffen.

Laut der Studie komme die Massnahme nur für verurteilte Raser in Frage, eine flächendeckende Einführung sei aus Datenschutzgründen nicht realisierbar.

Zum weiteren Vorgehen wollte sich Astra-Sprecherin Tschanz nicht äussern. Das GPS-Gerät sei eine mögliche von vielen weiteren Sicherheitsmassnahmen, die im Rahmen des Bundesprogrammes für mehr Sicherheit im Strassenverkehr (Via Secura) geprüft würden. «Entschieden ist noch nichts», sagte Tschanz.

(bert/sda)


Artikel-Empfehlungen:

Bund testet neue Radarfallen21.Mrz 15:11 Uhr
So viele Raser wie noch nie erwischt22.Feb 13:42 Uhr
Fahrlehrer Verband fordert bessere Ausbildung27.Okt 14:28 Uhr
Solothurner Regierung will Raser künftig Autos einziehen4.Mai 15:44 Uhr
Automatische Tempobremse abgelehnt26.Feb 14:44 Uhr