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Syrien: Zugeständnisse an konservative Muslime

Mittwoch, 6. April 2011 / 18:15 Uhr

Damaskus - Syrien hat das Verbot von Gesichtsschleiern für Lehrerinnen aufgehoben. Der syrische Bildungsminister, Ali Saad, sagte am Mittwoch nach einem Bericht der staatlichen Nachrichtenagentur SANA, die verschleierten Lehrerinnen könnten nun an ihre Arbeitsplätze zurückkehren.

Präsident Baschar al-Assad: Zugeständnisse an konservative Muslime.

Damit ist der syrische Präsident Baschar Assad angesichts wachsender Kritik an der Regierung einen Schritt auf die konservativen Muslime zugegangen.

Assad hatte den islamischen Gesichtsschleier, den Niqab, der nur die Augen der Frauen zeigt, im Juli verboten. Daraufhin wurden Hunderte Grundschullehrerinnen in die Verwaltung versetzt. Konservative Muslime reagierten empört.

Kasino geschlossen

Zudem musste in Damaskus ein erst vor wenigen Monaten eröffnetes Kasino schliessen. Ein Mitarbeiter der Firma, die das Ocean Club Kasino in der Nähe des Flughafens von Damaskus betreibt, sagte, das Kasino sei von den Behörden geschlossen und versiegelt worden.

Im Islam ist Glücksspiel verboten. Der Ocean Club war erst im vergangenen Dezember eröffnet worden, als erstes Kasino Syriens seit mehr als 40 Jahren.

(dyn/sda)


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