Syrien zieht Truppen an Grenze zurück Montag, 7. März 2005 / 15:06 Uhr aktualisiert: 20. März 2005 / 23:04 Uhr
Damaskus - Syrien will seine Truppen im Libanon bis Ende des Monats vollständig in die Bekaa-Ebene nahe der libanesisch-syrischen Grenze zurückziehen.
 Syriens Präsident Baschar el Assad macht ein Zugeständnis.
Dies teilten Syriens Präsident Baschar el Assad und sein libanesischer Kollege Emile Lahoud in Damaskus mit. Der Rückzug werde allerdings nicht mehr am Montag beginnen, sondern frühestens am Dienstag, sagte ein libanesischer Armeeoffizier in Beirut. Einen Termin für den vollständigen Rückzug der syrischen Truppen über die Grenze, gaben die beiden Präsidenten aber nicht bekannt.
Mitte Februar war der frühere Regierungschef Rafik Hariri in Beirut bei einem Anschlag getötet worden. Seitdem stehen Syrien und die pro-syrische libanesische Regierung unter Druck.
El Assad mit Zugeständnis
Am Samstag hatte El Assad nun einen schrittweisen Rückzug seiner 14 000 Soldaten aus dem Nachbarland angekündigt und sich dabei auf das Friedensabkommen von Taif (Saudi-Arabien) berufen, das 1989 das Ende des libanesischen Bürgerkriegs (1975-90) einleitete.
Es sieht den Rückzug in Bekaa-Ebene und Verhandlungen zwischen den Regierungen in Beirut und Damaskus vor. Die UNO-Resolution 1559 vom September 2004 verlangt allerdings den Abzug der Soldaten.
(rp/sda)
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