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Team des Jahres 2002 - FC Basel

Samstag, 14. Dezember 2002 / 23:03 Uhr
aktualisiert: 16. Dezember 2002 / 18:32 Uhr

(Si) Das Schweizer Team des Jahres und Nachfolger von Sauber-Petronas konnte fast nur der FC Basel werden. Das "Double" in der Schweiz gewonnen, dann die buchstäblich gross-artigen Auftritte in der Champions League. Nie hat ein einzelner Klub im ganzen Land eine so grosse Begeisterung ausgelöst.

Christian Gross nimmt den Preis entgegen für das beste Team, FC Basel.

Dass Christian Gross heuer in der engsten Auswahl zum Schweizer Trainer des Jahres stand, ist kein Zufall. Der Zürcher in Basler Diensten ist der erfolgreichste Vereinstrainer der Schweiz, denn vor dem FCB waren nur zweimal Grasshoppers Mitte Neunzigerjahre ebenfalls unter Gross in die Champions League, die Königsklasse des Klubfussballs, vorgestossen.

Mit dem Erreichen der Zwischenrunde in der hochkarätigen Gruppe mit Liverpool, Valencia und dem russischen Serienmeister Spartak Moskau kamen die Basler aber noch ein schönes Stück weiter als seinerzeit GC. Die Euphorie kannte keine Grenzen, der St.-Jakob-Park hätte sich jeweils zwei-, ja vielleicht dreimal füllen lassen. Höhepunkt war der dramatische Match gegen das Star-Ensemble aus Liverpool (3:3). Die Basler mit ihren zahlreichen Teamstützen und Erfolgsgaranten -- das argentinische Sturmduo Rossi/Gimenez, die Brüder Murat und Hakan Yakin -- verwiesen den grossen FC Liverpool ins "Trostturnier" UEFA-Cup und brachten sich selber in eine neue Traumgruppe mit Manchester United, Juventus Turin und Deportivo La Coruna. Das Märchen in der Champions League geht für die Basler im Frühling weiter.

Das Fussballhoch am Rheinknie ist keine Wetterkapriole, sondern das Ergebnis von Arbeit. Präsident René C. Jäggi, mittlerweile in Kaiserslautern engagiert, ebnete den Weg für die professionellen Strukturen; Mäzenin Gigi Oeri sorgte für gezielte Investitionsmöglichkeiten und finanzielle Absicherung; Christian Gross und seine Spieler setzten das Ganze auf den Rasen um -- auf dem Rasen des modernen St.-Jakob-Park, in dem der Matchbesuch viel mehr Spass macht als früher im "Joggeli".

Das FCB-Hoch ist offenbar ein kräftiges: Die Abgabe von Dauerkarten musste auf 22 000 Stück limitiert werden. Bereits heute gibt es eine Warteliste von über 2 000 Personen für die begehrten Plätze. (fest/sda)