UNGLÜCKSFÄLLE
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Tollwut-Alarm in Mittelspanien

Montag, 10. Juni 2013 / 15:58 Uhr
aktualisiert: 16:16 Uhr

Toledo - Nach dem Angriff eines tollwütigen Hundes auf mehrere Kinder in Toledo haben die Behörden in der mittelspanischen Stadt Tollwut-Alarm ausgelöst.

In Asien und Afrika grassiert immer noch die Tollwut. (Symbolbild)

Die Regierung der Region Kastilien-La Mancha ordnete am Montag an, dass alle Hunden, Katzen und Frettchen im Umkreis von 20 Kilometer innerhalb von zwei Wochen gegen Tollwut geimpft werden müssen.

Ein Pitbull-Terrier hatte vor gut einer Woche in der Stadt drei Kinder, einen Jugendlichen und den Vater eines der Kinder gebissen. Ein zweijähriger Junge wurde durch Bisse ins Gesicht schwer verletzt. Die Polizei erschoss das Tier. Der Besitzer wurde festgenommen, weil er den Hund frei herumlaufen gelassen hatte.

Tollwut aus Marokko eingeschleppt

Nach Angaben der Behörden war der Mann mit dem Tier kürzlich in Marokko gewesen. Von dort hatte der Hund die Krankheit vermutlich nach Spanien eingeschleppt. Wie die staatliche Nachrichtenagentur EFE berichtete, hatten Laboranalysen ergeben, dass das Virus aus dem nordafrikanischen Land stammte.

Spanien gilt ebenso wie Deutschland und viele andere europäische Länder seit vielen Jahren als frei von Tollwut, mit Ausnahme der von Fledermäusen übertragenen Art der Krankheit. Nach Angaben des Europäischen Zentrums für Krankheitskontrolle (ECDC) wurden in der EU von 2006 bis 2011 zwölf Fälle von Tollwut registriert. Sechs davon waren eingeschleppt worden.

Vor allem die östlichen EU-Länder gelten als gefährdet. Weltweit sterben pro Jahr etwa 55'000 Menschen an Tollwut, die meisten davon in Asien und Afrika.

 

(dap/sda)


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