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Trauernde nehmen Abschied von Jacques Piccard

Freitag, 7. November 2008 / 20:52 Uhr
aktualisiert: 22:46 Uhr

Lausanne - In der Lausanner Kathedrale haben am Nachmittag die Trauerfeierlichkeiten für den Tiefseeforscher Jacques Piccard stattgefunden. Piccard war am vergangenen Samstag in seinem Haus am Genfersee im Alter von 86 Jahren verstorben.

Jacques Piccard erreichte den tiefsten Punkt unter Wasser.

Die Söhne von Jacques Piccard, Bertrand und Thierry wandten sich während der Zeremonie an die Trauergemeinde. Unter den Anwesenden waren der Waadtländer Regierungspräsident Pascal Broulis und Prinz Victor-Emmanuel von Savoyen.

Piccard war bekannt geworden, nachdem er 1960 mit dem U-Boot «Trieste» zusammen mit dem US-Marineleutnant Don Walsh bis auf den Grund des Marianen-Grabens im Pazifischen Ozean getaucht war. Die beiden Forscher hatten eine Rekordtiefe von 10 916 Meter erreicht.

Der tiefste Punkt unter Wasser wurde seither nie wieder erreicht. Weil die beiden Abenteurer dort Leben vorfanden, wurde in der Folge das Versenken von Nuklearabfällen in Meeresgräben verboten.

Golfstrom erforscht

1969 leitete Jacques Piccard eine Expedition von sechs Wissenschaftern, die in 30 Tagen den Golfstrom von Florida bis nach Neu-Schottland erforschte: eine 3000 Kilometer lange Unterwasserreise.

Den Forschergeist hat Piccard seinem Sohn Betrand weitergegeben. Dieser hat die Welt im Ballon ohne Zwischenlandung umflogen. Betrand Piccard plant, dasselbe in einem solarbetriebenen Flugzeug zu tun.

(ht/sda)


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