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U21-Experiment ohne drei Schlüsselspieler

Dienstag, 26. März 2002 / 19:00 Uhr

Kristianstad - Drei Stunden vor dem A-Team absolviert die Schweizer U21-Nationalmannschaft in Kristianstad gegen Schweden die zweitletzte EM-Testpartie. Das Hauptinteresse gilt dem Experiment ohne die drei Schlüsselspieler Cabanas, Frei und Ludovic Magnin.

Trainer Bernard Challandes räumt dem Spiel nicht besondere Wichtigkeit ein. Vielmehr wird die letzte Begegnung vor der EM- Endrunde gegen Tschechien (17. April) die Standortbestimmung sein. «Die Tschechen sind spielstärker als Schweden. Zuletzt gewannen sie gegen unseren EM-Gruppengegner Portugal.» Gleichwohl gilt es, die Skandinavier nicht zu unterschätzen. Im Kampf um die acht EM-Plätze scheiterten sie in der Barrage an Belgien.

Die schwedische U21-Auswahl wurde im Hinblick auf die WM- Qualifikation 2004 beinahe vollständig umgekrempelt. Der neue Coach Torbjörn Nilsson, einer der besten schwedischen Fussballer aller Zeiten, hat fünf Neulinge aufgeboten, drei sind bereits in die A- Nati aufgesteigen. Die Stars des Teams sind die beiden «Legionäre» Johan Elmander von Feyenoord Rotterdam und Flügelstürmer Bojan Djordjic aus der Reservemannschaft von Manchester United. Djordjic, der Sohn eines ehemaligen jugoslawischen Internationalen und 1992 mit seiner Familie wegen des Balkan-Kriegs nach Schweden ausgewandert, kam in dieser Saison zu zwei Einsätzen in Manchesters Fanionteam.

Keine Tore ohne Frei?

In Kristianstad fehlen Bernard Challandes die drei Leistungsträger Ricardo Cabanas, Alex Frei und Ludovic Magnin, die von Köbi Kuhn für die A-Nationalmannschaft aufgeboten wurden. Ist es aber sinnvoll, in der entscheidenden Phase der U21-EM- Vorbereitung auf die drei Schlüsselspieler zu verzichten? «Dies ist kein Problem. Die drei sind in der U21 gut integriert und sind für die EM-Qualifikation 2004 bei den 'Grossen' von Bedeutung. Viel wichtiger wird es sein, wie mein Team ohne sie reagiert», erläutert Challandes.

Erklärte Problemzone der Schweizer ist die Besetzung der Stürmerpositionen: Daniel Gygax (FC Zürich) hat sich von seiner Fussverletzung noch nicht erholt. YB-Angreifer Johan Berisha fehlt ebenso verletzungsbedingt. André Muff erhält in Lugano kaum Spielpraxis, und Rainer Bieli hat seit seinem Wechsel zu St. Gallen in 21 Meisterschaftsspielen noch kein Tor erzielt.

Voraussichtliche Schweizer Startformation: b
Schweiz: Beney (Sion); Remo Meyer (Lausanne), Grichting (Sion), Keller (Zürich), Dilaver (Wil); Zanni (St. Gallen), Friedli (Aarau), Previtali (Aarau), Melunovic (Aarau); Bah (Servete), Muff (Lugano).
(kil/sda)