UNO-Friedenssoldaten für den Sudan Montag, 16. April 2007 / 07:54 Uhr aktualisiert: 15:54 Uhr
Riad - Der Sudan hat der Entsendung von UNO-Kampfhelikoptern für den Friedenseinsatz in der Krisenregion Darfur zugestimmt. Dies sagte der sudanesische Aussenminister Lam Akol.
 Die Truppen der AU erhalten endlich die benötigte Verstärkung.
«Der Sudan hat das Abkommen über die zweite Phase der UNO-Unterstützung der afrikanischen Streitkräfte akzeptiert», erklärte Akol. Auf die Frage, ob dies auch die Entsendung von sechs Kampfhelikoptern der UNO einschliesse, antwortete Akol mit «Ja».
Die Zustimmung aus Khartum öffne «den Weg zu neuen Etappen». Jetzt sei «der Ball im Feld der UNO», sagte Akol. Die UNO müsse nun über die Finanzierung entscheiden, damit Khartum die Truppenstärken bei den afrikanischen Staaten anfragen könne.
Vergangene Woche hatte die sudanesische Regierung in Addis Abeba mit der Afrikanischen Union (AU) und der UNO die zweite Phase der UNO-Unterstützung für die AU-Truppen in Darfur vereinbart.
Khartum hatte jedoch zunächst nicht der Entsendung der Helikopter zusätzlich zu einer 3000 Mann starken Truppe zugestimmt.
Drohende Isolierung
Bei einem Besuch in Khartum ermahnte der US-Vizeaussenminister John Negroponte die sudanesische Regierung, zur Friedenssicherung in Darfur beizutragen. Andernfalls drohe dem Sudan eine weitere internationale Isolierung.
Die UNO hofft auf die Entsendung von 20'000 Soldaten nach Darfur in einer dritten Phase. Dies muss aber noch mit Khartum ausgehandelt werden. In Darfur herrscht seit Anfang 2004 ein Bürgerkrieg.
(rr/sda)
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