US-Verteidigungsminister besucht Irak Mittwoch, 20. Dezember 2006 / 07:36 Uhr aktualisiert: 12:06 Uhr
Bagdad - Zwei Tage nach seinem Amtsantritt hat US-Verteidigungsminister Robert Gates den Irak besucht. Der 63-Jährige kam in Bagdad an, wo Treffen mit US-Generälen vorgesehen waren.
 Robert Gates glaubt nicht an einen Sieg der USA im Irak.
Die Regierung in Washington arbeitet zurzeit an einer neuen Strategie für ihre Irak-Politik.
Auf die Frage, ob die USA in dem Land einen Sieg davontragen, hatte Gates bei einer Anhörung im US-Senat Anfang Dezember mit einem klaren «Nein» geantwortet.
Kein Sieg möglich
Seine Republikanische Partei hat die Kongresswahlen unter anderem wegen der Kritik an dem Krieg in dem Golfstaat verloren. Am Dienstag erklärte die US-Regierung, dass die Gewalt im Irak noch nie so schlimm gewesen sei wie in den vergangenen drei Monaten.
Seit Beginn des Krieges im März 2003 sind fast 3000 US-Soldaten und mehr als 50 000 Iraker getötet worden. Bei neuen Anschlägen waren am Mittwoch in Bagdad 15 Menschen getötet worden. Allein bei einem Selbstmordanschlagnahe der Universität im südlichen Viertel Dschadrija wurden mindestens elf Menschen getötet, die Mehrheit davon Studenten.
El-Kaida-Führer festgenommen
Die US-Truppen gaben inzwischen bekannt, ein mutmasslich führendes Mitglied des Terrornetzwerks El Kaida im Irak festgenommen zu haben. Der Verdächtige sei vergangene Woche bei einem Einsatz in Mossul gefasst worden, teilte die US-Armee am Mittwoch mit.
Ihm werde vorgeworfen, als Militärchef von El Kaida in Mossul und der Hauptstadt Bagdad für den Tod hunderter Zivilisten verantwortlich zu sein. Zudem soll er ausländische Selbstmordattentäter angeworben haben. (bert/sda)
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