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USA zweifeln an Beilegung des Atomstreits mit Nordkorea

Freitag, 18. Januar 2008 / 07:38 Uhr
aktualisiert: 11:37 Uhr

Washington - In der US-Regierung wachsen die Zweifel an einer planmässigen Beilegung des Atomstreits mit Nordkorea. Washington befürchtet, Pjöngjang werde nicht wie zugesagt bis Jahresende alle Anlagen schliessen und sein Atomprogramm vollständig offenlegen.

Nordkoreas nuklearer Status ist unverändert.

«Es wird immer deutlicher, dass Nordkorea seinen gegenwärtigen Nuklearstatus auch dann noch behalten wird, wenn diese Regierung in einem Jahr aus dem Amt scheidet», sagte der US-Sondergesandte Jay Lefkowitz am Donnerstag.

Er bezog sich auf das Ende der Amtszeit von US-Präsident George W. Bush am 20. Januar 2008. Lefkowitz warf den Verhandlungspartnern China und Südkorea vor, nicht genügend Druck auf Pjöngjang auszuüben.

Kein Druck von China und Südkorea

«Die jüngsten Gespräche wurden de facto zu bilateralen Verhandlungen zwischen den USA und Nordkorea, weil die Regierungen Chinas und Südkoreas nicht willens sind, ausreichend Druck auf Pjöngjang auszuüben.»

Nordkorea hatte vergangenes Jahr zugesagt, bis zum 31. Dezember alle Atomanlagen zu schliessen. Im Gegenzug sollte es eine Million Tonnen Heizöl sowie internationale diplomatische Aufwertung erhalten.

Stockender Abbau der Anlagen

Der Abbau der Anlagen hatte im November begonnen, kam dann aber ins Stocken. In nordkoreanischen Staatsmedien wurde dies mit nicht näher bezeichneten Versäumnissen der USA bei der Einhaltung ihrer Zusagen begründet.

Die Vereinbarung über die völlige Offenlegung und Zerstörung des nordkoreanischen Atomprogramms war nach jahrelangen Konflikten im Februar 2007 in den sogenannten Sechs-Nationen-Gesprächen getroffen worden.

An den Verhandlungen hatten die USA, Nordkorea, Südkorea, China, Japan und Russland teilgenommen.

(tri/sda)


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