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Über 4300 Armeewaffen verschwunden

Sonntag, 9. März 2008 / 14:02 Uhr
aktualisiert: 23:58 Uhr

Bern - Über 4300 Armeewaffen sind seit 1997 ausserhalb des Dienstes entweder gestohlen worden oder verloren gegangen. Im gleichen Zeitraum wurden 260 als vermisst gemeldete Stücke wieder gefunden. Während des Dienstes sind diese Vorfälle seltener.

Während des Dienstes kommen vergleichsweise wenige Waffen abhanden.

Gemäss Zahlen des Departements für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport (VBS) verschwanden in den vergangenen zehn Jahren 1013 Sturmgewehre 57 sowie 539 Sturmgewehre 90. Dasselbe Schicksal ereilte 1438 Pistolen 75 und 1331 Pistolen 49. VBS-Sprecher Felix Endrich bestätigte einen entsprechenden Bericht in der Zeitung «Le Matin Dimanche».

Weniger wahrscheinlich ist, dass einem Soldaten im Dienst die Waffe abhanden kommt. 2005 seien während der Ausübung von Diensten elf Sturmgewehre und zwei Pistolen verschwunden, sagte Endrich. 2006, als aus einem Depot in Marly FR Waffen entwendet wurden, wurden 84 Sturmgewehre - 82 davon in Marly - und 15 Pistolen als vermisst gemeldet. Ein Sturmgewehr und neun Pistolen waren es 2007.

Verbleib als Rätsel

Wieviele von den während dem Dienst abhanden gekommenen Waffen wieder auftauchten, ist nicht bekannt. Das Schicksal der verschwunden gebliebenen Waffen ist laut Endrich ein Rätsel.

Die Statistik der Armee unterscheidet im Übrigen nicht zwischen verlorenen und gestohlenen Waffen. Die verschwundenen Stücke werden alle unter «Verlust» verbucht. Die Fälle, die sich während der Dienstzeit ereignen, werden vom Militärgericht untersucht. Ausserhalb des Dienstes verschwundene Waffen sind Sache der Polizei.

(ht/sda)


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