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Überfall auf Konsulat war keine Geiselnahme

Dienstag, 15. Februar 2005 / 20:36 Uhr

Bern - Der Überfall auf das spanische Konsulat in Bern vom 7. Februar war keine Geiselnahme. Davon geht die Bundesanwaltschaft aus und ermittelt in anderer Richtung.

Die Fahndung nach den Tätern läuft noch weiter auf Hochtouren.

Die Bundesanwaltschaft hat noch am Tag des Überfalls ein Ermittlungsverfahren eröffnet und ermittelt seither wegen versuchter räuberischer Erpressung, Freiheitsberaubung, Entführung sowie wegen Körperverletzung und Hausfriedensbruch, wie Sprecher Peter Lehmann von der Bundesanwaltschaft erklärte.

Zum Stand des Verfahrens wollte Lehmann keine Auskunft geben. Nicht kommentieren wolle er auch die Vermutung, dass die Täter hinter Blankopässen und Stempeln her waren.

Über die Absichten der Täter könne ohne deren Befragung nichts Abschliessendes gesagt werden, sagte Lehmann. Entgegen einer ersten Annahme habe es aber keinen Grund gegeben, ein Strafverfahren wegen Geiselnahme einzuleiten.

Fahndung läuft weiter auf Hochtouren

Die Fahndung nach den drei mutmasslichen Tätern läuft indessen weiter auf Hochtouren. Die Männer waren am Montag letzter Woche ins spanische Konsulat in Bern eingedrungen und hatten die Öffnung des Tresors verlangt.

In dem Safe befanden sich Geld, Blankopässe und Dokumente für das Ausstellen von Visa. Gestohlen wurde nichts, die Täter entkamen offenbar, bevor die Polizei mit einem Grossaufgebot zur Stelle war.

(rr/sda)


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