Vogelgrippe in Deutschland und Frankreich registriert Donnerstag, 5. Juli 2007 / 10:37 Uhr aktualisiert: 13:06 Uhr
Paris/Sangerhausen - Die Vogelgrippe hat in Deutschland mit Sachsen-Anhalt ein viertes Bundesland erreicht. Auch im Osten von Frankreich sind erstmals seit über einem Jahr wieder Fälle von Vogelgrippe registriert worden.
 Fund dreier toter Schwäne bestätigt Verdacht auf Vogelgrippe.
Bei einem Stausee im Süden Sachsen-Anhalts wurde der gefährliche Virus H5N1 bei 38 toten Wildvögeln nachgewiesen, wie eine Sprecherin der Kreisverwaltung Mansfeld-Südharz am Donnerstag in Sangerhausen mitteilte.
Der See liegt an der Landesgrenze zu Thüringen. Dort war ebenfalls Vogelgrippe nachgewiesen worden.
In der vergangenen Woche gab es bereits in Bayern und Sachsen einige Fälle. Der deutsche Agrarminister Horst Seehofer bat die Länder darum, die Schutzmassnahmen gegen die Vogelgrippe nicht zu lockern.
Drei tote Schwäne
Am Dienstag waren auch in einem Teich in Ostlothringen drei tote Schwäne gefunden worden. Nach Angaben des französischen Landwirtschaftsministeriums waren sie mit dem gefährlichen Virus H5N1 infiziert.
Die Schwäne waren in der Nähe von Sarrebourg gefunden worden. Zuletzt hatte es in Frankreich im Frühling vergangenen Jahres einen Vogelgrippe-Fall gegeben.
Damals war die Krankheit bei 62 verendeten Tieren festgestellt worden.
Das Virus H5N1 kann auch dem Menschen gefährlich werden.
Verstärkte Vorsorgemassnahmen
Frankreich hatte seine Vorsorgemassnahmen nach der Entdeckung von Vogelgrippe-Fällen in Bayern und Sachsen unlängst verstärkt. Im Februar 2006 war die Krankheit in Frankreich erstmals in einem Geflügelzuchtbetrieb in der EU aufgetreten.
In Deutschland einigten sich die Länder am Donnerstag nach Informationen der Nachrichtenagentur DPA bei der Beratung des nationalen Krisenstabes darauf, die Geflügel-Stallpflicht nicht zu lockern. Das Bundesinstitut für Tiergesundheit erwägt, die Risikoeinschätzung hochzustufen.
(tri/sda)
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