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Vorschau NLA-Qualifikation

Freitag, 27. September 2002 / 16:53 Uhr

Spitzenspiel in Basel -- Pflichtsieg für GC?
Nach den Emotionen der Champions League rund um den FCB steht nun wieder NLA-Alltag auf dem Programm. Die Basler empfangen das Drittklassierte YB zum Spitzenkampf. Eine leichtere Aufgabe kommt Leader GC daheim gegen den Tabellenletzten Aarau zu.


Duelle, in denen das Interesse allein auf den Strich fokussiert ist, gibt es am Sonntag in Luzern, Thun und Wil. Der FCL (11.) empfängt St. Gallen (9.), das ebenfalls unter dem Trennstrich klassiert ist. Knapp darüber rangiert Wil (8.), das gegen Neuchâtel Xamax antritt. Als Sechste haben die Neuenburger lediglich eine Reserve von vier Punkte auf die letzten vier Plätze. Im Spiel der Aufsteiger gastiert Delémont (10.) bei Thun (5.).

Drei Aarau-Erfolge in fünf Jahren

Vor über acht Jahren gelang dem FC Aarau letztmals ein Erfolg auf dem Hardturm. Die damals von Rolf Fringer trainierte Equipe trat in Zürich als amtierender Meister an und siegte dank Toren von Kucharski und Weiler 2:1. In dieser Zeit waren Siege des FCA bei den Grasshoppers indes keine Rarität. zwischen 1989 und 1994 gewannen die Aargauer in sechs Partien auf dem Hardturm dreimal.

Diesmal, im Herbst 2002, wäre ein positives Resultat Aaraus eine Sensation. Der abgeschlagene Letzte agiert in dieser Qualifikation erschreckend schwach. Auswärts holte die Equipe von Coach Alain Geiger, der das Trainer-Handwerk nach Abschluss seiner Karriere vor sechs Jahren bei den Grasshoppers erlernt hatte, noch keinen Punkt. Sechs Niederlagen und ein Torverhältnis von 1:18 dokumentieren die Harmlosigkeit des Teams. In der hoffnungslosen Situation vor dem Gang nach Zürich machte sich Geiger mit Plattitüden Mut: "Die Grasshoppers sind zwar zu 100 Prozent Favorit, aber unser Vorteil wird sein, dass wir nichts zu verlieren haben."

Durchhänger bei GC?

Richtig liegt Geiger zweifellos in der Analyse, dass die Grasshoppers in den letzten Partien ihre Souveränität eingebüsst hätten. Im Derby vor Wochenfrist erlitt der Leader nach der Pause und dem Gegentor einen eklatanten Einbruch und musste letztlich mit dem 1:1 zufrieden sein. Zudem fehlt nun Stürmer Antonio Barijho. Nach rüden Attacken der FCZ-Spieler muss der Argentinier rund drei Wochen pausieren. Eine nicht zu unterschätzende Schwächung für die Offensive der Zürcher, denn Barijho ist mit 10 Toren Topskorer von GC; und sein Ersatz Mladen Petric konnte zuletzt bei seinen (Teil-)Einsätzen nicht beweisen, dass der Schweiz mit seinem Entscheid, für Kroatien zu spielen, ein hochkarätiger Stürmer verloren gegangen ist.

Berishas Skorer-Qualitäten

Auf dem Weg zu einem treffsicheren Akteur ist derweil der Young Boy Johann Berisha. Der gebürtige Albaner ist nach einem schwierigen Saisonstart, als er wegen Trainingsrückstandes nur zu Teileinsätzen kam und bisweilen auch als Aussenverteidiger agieren musste, als Stürmer wieder in Form gekommen. An der Seite von Stéphane Chapuisat gelangen dem ehemaligen U21-Internationalen in vier Partien fünf Tore.

An den St.-Jakob-Park hat Berisha indes schlechte Erinnerungen. Am 11. April schieden die Young Boys im Cup-Viertelfinal in einem denkwürdigen Duell gegen den späteren Double-Gewinner nach Penaltyschiessen aus. Berisha verschoss dabei den sechsten und letzten Elfmeter der Berner.

(mk/sda)