Wieder massive Raketenangriffe auf Israel Mittwoch, 24. Dezember 2008 / 14:56 Uhr aktualisiert: 22:17 Uhr
Tel Aviv/Gaza - Militante Palästinenser im Gazastreifen haben ihre Raketenangriffe auf Israel massiv verstärkt. Mehr als 60 Kassam-Raketen und Mörsergranaten seien im Grenzgebiet eingeschlagen, sagte ein israelischer Militärsprecher.
 In verschiedenen Städten mussten die Bewohner Schutzräume aufsuchen.
Mehr als 20 Menschen erlitten nach Angaben von Sanitätern einen Schock, mehrere Gebäude wurden beschädigt. Betroffen waren vor allem die Städte Sderot, Netivot und Aschkelon, deren Einwohner Schutzräume aufsuchen mussten.
Angesichts der neuen Raketenangriffe sagte Israel eine für Mittwoch geplante Öffnung von Grenzübergängen zum Gazastreifen für Hilfslieferungen wieder ab. Ministerpräsident Ehud Olmert versammelte sein Sicherheitskabinett zu einer Dringlichkeitssitzung.
Dabei sollte über das weitere israelische Vorgehen entschieden werden. Verteidigungsminister Ehud Barak stellte nach Radioangaben mehrere Einsatzpläne der Armee vor. Rechtsorientierte Politiker forderten ein hartes Vorgehen der Regierung im Gazastreifen.
Hamas: Reaktion auf Tötung
Der militärische Arm der radikalislamischen Hamas-Bewegung erklärte, der Raketenbeschuss sei eine Reaktion auf den Tod dreier seiner Aktivisten am Vorabend.
Israelische Soldaten hatten die Hamas-Kämpfer erschossen, als sie am nördlichen Rand des Gazastreifens einen Sprengsatz legten. Zwei weitere Hamas-Mitglieder kamen bei der vorzeitigen Explosion eines Sprengsatzes im südlichen Gazastreifen ums Leben.
Hamas hatte sich am Dienstag zur Erneuerung einer Waffenruhe mit Israel bereiterklärt. Die am 19. Juni zwischen Israel und zwölf militanten Palästinenserfraktionen im Gazastreifen vereinbarte Waffenruhe war am vergangenen Freitag zu Ende gegangen. Insbesondere der Islamische Dschihad hatte danach die Raketenangriffe auf Israel erheblich verstärkt.
(ht/sda)
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