Wikileaks: Berlusconi bewundert Putins «Macho-Stil» Donnerstag, 2. Dezember 2010 / 18:15 Uhr
Moskau/Washington - Der italienische Ministerpräsident Silvio Berlusconi ist laut Wikileaks voll der Bewunderung für seinen russischen Amtskollegen Wladimir Putin, dessen «Macho-Stil und autoritäre Art». Dies meldeten italienische Medien am Donnerstag unter Berufung auf die Enthüllungsplattform.
 Der russische Präsident Wladimir Putin.
Berlusconi kümmere sich um Russland, «als handle es sich um Innenpolitik, taktisch und faktisch jeden Tag», meldeten US-Diplomaten aus Rom in Depeschen nach Washington, wie die Medien unter Berufung auf die bei Wikileaks veröffentlichten Papiere berichteten.
Der italienische Regierungschef unterhalte eine «unheilvolle» Beziehung zu Moskau, notierte demnach der ehemalige US-Botschafter in Italien, Robert Spogli.
Hat Berlusconi sich bereichert?
Berlusconi wies Vorwürfe zurück, er habe sich bei Energiegeschäften mit Russland persönlich bereichert. «Die USA wissen ganz genau, dass ich keine Interessen in irgendeinem anderen Land verfolge und noch weniger persönliche: Ich habe nur die Interessen der Italiener und Italiens im Sinn», betonte er am Rande des OSZE-Gipfels in Kasachstan.
Nach einem Bericht des konservativen Mailänder «Corriere della Sera» berief sich Spogli auf Angaben aus der linken Opposition, aber auch Berlusconis eigener PdL-Partei. Danach sollen Berlusconi und seine Freunde auf geschickte Art und Weise persönlich von den italienisch-russischen Energiegeschäften profitiert haben. (bert/sda)
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