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Zelaya in Honduras - USA warnen vor Provokationen

Montag, 21. September 2009 / 21:19 Uhr
aktualisiert: 22:55 Uhr

Tegucigalpa - 86 Tage nach seinem Sturz ist der ehemalige honduranische Präsident Manuel Zelaya in einer heimlichen Aktion in sein Land zurückgekehrt. Er bestätigte, dass er sich in der brasilianischen Botschaft in der Hauptstadt Tegucigalpa aufhalte.

Manuel Zelaya ist nach Tegucigalpa zurückgekehrt.

Dort versammelten sich jubelnd Tausende seiner Anhänger, um die Wiedereinsetzung Zelayas ins Präsidentenamt zu fordern. Zelaya sagte in verschiedenen Fernsehinterviews, er sei heimgekehrt, um einen friedlichen Dialog über die Wiederherstellung der Demokratie in Honduras aufzunehmen.

Zelayas Gegenspieler, Interims-Präsident Roberto Micheletti wollte die Rückkehr bis zuletzt nicht wahrhaben. Er und seine Regierung hatten bisher eine Rückkehr Zelayas verhindert. Sie drohten, ihn vor Gericht zu stellen, falls er den Boden des Landes betreten sollte.

Noch am Sonntag hatte Micheletti bekräftigt, auf den abgesetzten Präsidenten warte das Gefängnis. Zelaya wird vorgeworfen, die Verfassung des mittelamerikanischen Landes verletzt zu haben, um unter anderem an der Macht bleiben zu können.

Nacht- und Nebel-Aktion

Am 28. Juni hatte die Armee Zelaya in einer Nacht- und Nebel-Aktion aus dem Lande geschafft und in Costa Rica abgesetzt. Die internationale Staatengemeinschaft hat die Interims-Regierung wegen des Staatsstreiches nicht anerkannt, und betrachtet Zelaya als rechtmässigen Präsidenten.

Zelaya war nach eigenen Angaben aus Nicaragua kommend mit nur wenigen Begleitern über El Salvador nach Honduras gelangt. Auch das US-Aussenministerium bestätigte, dass Zelaya in Honduras eingetroffen sei und forderte die Konfliktparteien auf, keine Schritte zu tun, die Gewalt hervorrufen könnten.

Der linksgerichtete Staatschef Venezuelas Hugo Chávez bestätigte ebenfalls Zelayas Rückkehr.

(smw/sda)


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