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Zelaya will nicht auf das Präsidentenamt verzichten

Samstag, 29. August 2009 / 19:30 Uhr

Managua/Tegucigalpa - Der vor zwei Monaten gestürzte honduranische Präsident Manuel Zelaya will nicht auf eine Rückkehr an die Macht verzichten. Er wies einen Vorschlag seines Widersachers, des Chefs der Übergangsregierung Roberto Micheletti, zurück.

Zelaya will nicht auf eine Rückkehr an die Macht verzichten.

Dieser hatte ihn aufgefordert, auf das Präsidentenamt ebenso wie er selbst zu verzichten, um mit der Installierung einer dritten Person den Weg zu einer Lösung des Konflikts frei zu machen.

Zelaya, der sich in Nicaragua aufhält, nannte den Vorschlag Michelettis willkürlich: «Nur das Volk von Honduras kann den Präsidenten auswählen, und der Präsident bin ich», sagte er bei einer Pressekonferenz in Managua. «Wir weisen jeden Vorschlag zurück, der die Souveränität des Volkes verletzt.»

Die internationale Staatengemeinschaft hat die Übergangsregierung in Tegucigapla nicht anerkannt, die nach dem Staatsstreich am 28. Juni die Macht in dem mittelamerikanischen Land übernommen hatte.

Zuletzt war zu Beginn dieser Woche eine Delegation der Organisation der Amerikanischen Staaten (OAS) unverrichteter Dinge aus Honduras abgereist. Sie hatte vergeblich versucht, Micheletti dazu zu bringen, Zelaya als Chef einer Regierung der nationalen Versöhnung zu akzeptieren.

(smw/sda)


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