Zentralkomitee billigt Ideen von Hu Jintao Freitag, 12. Oktober 2007 / 19:47 Uhr
Peking - Hu Jintao wird in der kommunistischen Partei Chinas auf dieselbe Stufe wie Mao Tsetung oder Deng Xiaoping gehoben. Das Zentralkomitee der Partei beschloss, die Ideen von Parteichef Hu in die Parteiverfassung aufzunehmen.
 Der Parteitag ist der erste unter Führung von Hu Jintao.
Das als «wissenschaftliche Entwicklungskonzept» bezeichnete Gedankengut des 64 Jahre alten Präsidenten propagiert unter anderem eine «harmonische Gesellschaft». Hu setzt auch auf ein nachhaltiges Wachstum unter Schonung der Umwelt.
Kommenden Montag beginnt in Peking der Parteitag der Kommunisten, der nur alle fünf Jahre stattfinden. Mit der Aufnahme in die Parteiverfassung werden Hus Ideen auf dem Parteikongress ihren Platz neben den Theorien des «grossen Steuermanns» Mao Tsetung, des Reformarchitekten Deng Xiaoping und seines Vorgängers Jiang Zemin finden.
Zum Abschluss ihrer viertägigen Sitzung in Peking nahmen die rund 350 Mitglieder des Zentralkomitees auch den Rechenschaftsbericht an, den der Parteichef am Montag zum Auftakt des Parteitages halten wird.
Der Parteitag ist der erste unter Führung von Hu Jintao, der vor fünf Jahren die Parteiführung übernommen hatte. Im Vorfeld wurden die Sicherheitsvorkehrungen in der Hauptstadt verschärft. Mehrere Bürgerrechtler sind verschwunden und offenbar in Polizeigewahrsam genommen worden.
Während des einwöchigen Parteitags werden die Weichen für Chinas Zukunft gestellt. Im Mittelpunkt steht die Neubesetzung des mächtigen Ständigen Ausschusses des Politbüros. Hu Jintao will seine Schützlinge in das höchste Führungsgremium holen, damit sie auf dem nächsten Parteitag 2012 das Ruder übernehmen können.
(smw/sda)
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