Zu wenig Hilfsgelder für Niger Freitag, 9. September 2005 / 14:30 Uhr aktualisiert: 14:58 Uhr
Genf - Die Hälfte der nötigen Hilfsgelder zur Linderung der Hungersnot in Niger steht nach Angaben des UNO-Koordinationsbüros für humanitäre Hilfe (OCHA) noch aus. «Die Lage ist sehr Besorgnis erregend», sagte OCHA-Sprecherin Elisabeth Byrs.
 Die Menschen in Niger leiden an den Folgen einer Heuschreckenplage und Dürre.
Von dem vor einem Monat an die Geberländer gerichteten Spendenaufruf in Höhe von 81 Mio. Dollar habe die UNO erst 40 Mio. erhalten. In Niger sind aufgrund der Dürre und der Heuschreckenplage im vergangenen Jahr 2,5 Millionen Menschen auf Nahrungsmittelhilfe angewiesen.
Für andere afrikanische Länder sei die Lage ähnlich, sagte Byrs. So habe die UNO bislang von dem am 30. August an die Geberländer gerichteten Spendenaufruf von 88 Mio. Dollar für Malawi keinen Cent erhalten.
Für Benin seien erst 21 Prozent der benötigten Gelder eingegangen. Für die Zentralafrikanische Republik habe die UNO erst 27 Prozent, für Djibouti 28 Prozent, für die Demokratische Republik Kongo 30 Prozent und für die Elfenbeinküste 33 Prozent erhalten.
(fest/sda)
Artikel-Empfehlungen:
 | 13.Sep 16:08 Uhr
|
|