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Zweite Bank in Liechtenstein im Fokus der Justiz

Dienstag, 26. Februar 2008 / 14:25 Uhr
aktualisiert: 14:41 Uhr

Düsseldorf - Die Bochumer Staatsanwaltschaft hat bei ihren Ermittlungen gegen mutmassliche Steuersünder eine zweite in Liechtenstein tätige Bank ins Visier genommen. Auch Schweden und Grossbritannien durchforsten Liechtenstein-Konten wegen Steuerhinterziehung.

Erneut ist eine Bank in Liechtenstein ins Visier der Staatsanwaltschaft geraten.

«Wir haben Querverbindungen zu einer zweiten Bank entdeckt und werden diese überprüfen», sagte der Sprecher der Bochumer Staatsanwaltschaft, Eduard Güroff, in Bochum.

Einen Bericht der «Süddeutschen Zeitung», nachdem es sich bei dem Institut um die Vontobel Treuhand AG handeln soll, wollte er «weder bestätigen noch bestreiten». Von Vontobel in Zürich war am Dienstagmorgen zunächst keine Stellungnahme zu erhalten.

Keine Namen genannt

Bisher hatte es geheissen, nur eine Liechensteiner Bank stehe im Fokus der Ermittler. Zu Namen von Banken gebe die Behörde generell keine Erklärungen ab, sagte der Sprecher weiter. Die Staatsanwaltschaft Bochum ermittelt gegen mutmassliche Steuersünder, die ihre Gelder über Liechtensteiner Stiftungen am Fiskus vorbei geschmuggelt haben sollen.

Fahnder durchsuchen seit Mitte Februar Büros und Wohnungen von Verdächtigen. Dem Sprecher zufolge wurden dabei bislang Gebäude von rund 120 Beschuldigten untersucht. Der damalige Chef der Deutschen Post, Klaus Zumwinkel, hatte sein Amt nach Durchsuchungen seines Hauses und seiner Bonner Büros durch die Fahnder niedergelegt.

Zwischenbilanz angekündigt

Er steht im Verdacht, eine Million Euro an Steuern hinterzogen zu haben. Die Staatsanwaltschaft Bochum, die die Ermittlungen koordiniert, hat für den Nachmittag eine Zwischenbilanz angekündigt.

Die Steueraffäre zieht immer weitere Kreise: Die schwedischen Steuerbehörden ermitteln ebenfalls gegen etwa hundert Bürger wegen Verdachts auf Steuerhinterziehung über Konten in Liechtenstein. Auch Grossbritannien ermittelt Presseberichten zufolge gegen hunderte Personen, die Steuern in Liechtenstein hinterzogen haben sollen.

(tri/sda)


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