TIERE
Anzeige
Bären reissen in Graubünden Schafe

Mittwoch, 4. Juli 2007 / 10:40 Uhr
aktualisiert: 12:54 Uhr

Chur - In den letzten Tagen haben zwei Bären unabhängig voneinander in Graubünden Schafe gerissen. Ende letzter Woche wurden im Val S-charl südlich von Scuol zehn Schafe zur Strecke gebracht, wie das Bündner Amt für Jagd und Fischerei mitteilte.

Schutzmassnahmen gegen den Braunbär am Flüelpass eingeleitet.

In der Nacht vom Montag auf den Dienstag riss ein zweiter Bär vier Schafe auf einer Alp auf der Südseite des Flüelapasses.

Ein fünftes Tier stürzte als Folge des Angriffs ab.

Die Verletzungen der toten Tiere in Val S-charl waren zu wenig eindeutig, weshalb zuerst genauere Abklärungen vorgenommen werden mussten.

Die Situation vor Ort liess aber darauf schliesssen, dass es sich um einen Angriff des Raubtieres handelte.

Schutzmassnahmen geplant

Wie Hannes Jenny vom Amt für Jagd und Fischerei auf Anfrage sagte, wurde auch im Val S-charl eine Alp heimgesucht, die ausser mit 200 Schafen mit Kühen, Rindern und Kälbern bestossen wird.

Nach der Untersuchung der Kadaver durch einen Veterinär stand fest, dass ein Bär zugeschlagen hatte.

Laut Jenny sollen nun im Einvernehmen mit den Schafhaltern und in Zusammenarbeit mit dem landwirtschaftlichen Bildungszentrum Plantahof in Landquart Schutzmassnahmen in die Wege geleitet werden.

Es geht es um die Vermittlung von Herdeschutzhunden, die im Rahmen des Präventionsprogramms des Bundes zur Verfügung stehen.

(tri/sda)


Artikel-Empfehlungen:

Der Bär am Flüelapass reisst erneut Schafe11.Jul 17:59 Uhr
9.Jul 15:56 Uhr
Jungbär hält sich weiter im Münstertal auf19.Jun 17:14 Uhr
Zweiter Braunbär in Graubünden15.Jun 14:47 Uhr
7.Jun 22:51 Uhr


Shopping:
Bären
Diverse Produkte passend zum Thema