Der Bär am Flüelapass reisst erneut Schafe Mittwoch, 11. Juli 2007 / 17:59 Uhr
Susch - Die Schafalp auf der Südseite des Flüelapasses im Kanton Graubünden ist erneut von einem der beiden Bären heimgesucht worden, die im Unterengadin umherstreifen. In den letzten Tagen wurden weitere vier gerissene Schafe gefunden.
 Bisher wurden mindestens 19 Schafe vom Bären getötet. (Archivbild)
Wie das Bündner Amt für Jagd und Fischerei am Mittwoch mitteilte, sind damit auf dieser Alp erwiesenermassen 19 Schafe vom Bär getötet worden. Ausserdem wurde in der Region ein seit Tagen vermisstes Lama tot aufgefunden. Ob auch sein Tod auf das Konto des Bären geht, konnte aber nicht geklärt werden.
Am Dienstagabend gelang es der Wildhut, das Raubtier am Flüelapass zu beobachten. Wie Marcel Michel vom Amt für Jagd und Fischerei auf Anfrage sagte, bestehen nun gute Chancen, dass Haare oder Kot des Tieres gefunden werden, die eine DNA-Analyse zur Bestimmung seiner Identität ermöglichen.
Seit im Juni erstmals wieder nach knapp zwei Jahren zunächst einer und dann ein zweiter Bär im Unterengadin und im Münstertal auftauchten, sind in Graubünden rund 35 Schafsrisse nachgewiesen worden. Herdeschutzmassnahmen mit Hunden werden derzeit ergriffen. Informiert wird am kommenden Freitag auf der betroffenen Alp.
(rr/sda)
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