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Braunbär auf dem Weg nach Graubünden

Donnerstag, 14. Juli 2005 / 16:21 Uhr
aktualisiert: 16:38 Uhr

Zürich/Müstair - Im italienischen Stelvio Nationalpark ist ein Braunbär beobachtet worden. Von dort sind es nur wenige Kilometer bis ins Münstertal und in den Schweizerischen Nationalpark: Meister Petz ist auf dem Weg nach Graubünden.

Ob der Braunbär in der Schweiz eine Chance habe, sei von der Einstellung der Bevölkerung abhängig.

Parkwächter im Stelviotal hätten bereits im Juni den Braunbären in der Nähe von Sulden regelmässig beobachtet, teilte der WWF Schweiz mit. Auch konnte das Tier fotografiert werden, wie WWF-Mediensprecher Richard Lehner auf Anfrage sagte.

Eine im Auftrag des WWF erstellte Studie hat mögliche Lebensräume und Wanderrouten der Braunbären in den Alpentälern der Schweiz aufgezeigt. Die Forscher sehen nun ihre Aussagen bestätigt: In Graubünden könnten schon bald einmal drei Grossraubtiere - Luchs, Wolf und Braunbär - vertreten sein.

Ob der Braunbär in der Schweiz eine Chance habe, sei in erster Linie von der Einstellung der Bevölkerung abhängig, glaubt der WWF. Dank Massnahmen, die zum Schutz vor Wölfen ergriffen worden sind, sei Graubünden gut vorbereitet. Fünf Schafe und eine Ziege, die der Bär von Sulden bisher gerissen haben soll, waren laut WWF unbewacht.

(bert/sda)


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