Bündner Jäger drohen Bären Donnerstag, 4. August 2005 / 12:21 Uhr
Zernez - Die Bündner Jagdbehörden haben genug vom Bären. Taucht er erneut neben der Passstrasse auf, wird ihm Gummischrot auf den Pelz gebrannt.
 Der Braunbär kam den Jägern noch nicht vor die Flinte.
Auf Anraten von internationalen Bärenspezialisten sei eine so genannte Vergrämungsaktion geplant, teilte das Amt für Jagd und Fischerei Graubünden mit.
In den vergangenen Tagen hätten sich unvorsichtige Schaulustige immer wieder in unverantwortlicher Weise in die Nähe des Bären begeben.
Bär hielt sich zurück
Die Vergrämungsaktion in Zusammenarbeit mit der Bündner Kantonspolizei war für den Mittwochabend geplant. Aber der Bär kreuzte nicht auf.
Letztmals ist er am Abend des Nationalfeiertages in der Nähe Strasse auf der Südseite des Ofenpasses gesehen worden. Seither fehlen nach Behördenangaben jegliche Hinweise auf den Aufenthaltsort des Tieres.
Grobes Plastikschrot
Schiessen wird beim Auftauchen des Bären ein Wildhüter, für die Absicherung werden Kantonspolizisten sorgen, wie Jagdinspektor Georg Brosi auf Anfrage sagte.
Bei der Munition handelt es sich um relativ grobes Plastikschrot, laut Brosi ähnliches Material wie es die Polizei bisweilen gegen Demonstranten einsetzt.
Bei einer abgefeuerten Schrotladung soll der Bär am Ofenpasse vergleichsweise glimpflich davonkommen. In Alaska zum Beispiel würden Brandgeschosse zur Verteibung von Bären eingesetzt, sagte Brosi.
(bsk/sda)
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