Bündner Politiker wollen Bären loswerden Montag, 3. September 2007 / 21:12 Uhr
Chur - Kantonspolitiker wollen den zwei Braunbären in Graubünden ans Fell: Wenn sie weiter Schafe töteten, müssten die Bären zurück nach Norditalien geschafft werden, meint die Fraktion der Unabhängigen des Grossen Rates.
 Graubündet sei zu dicht bevölkert für die Aufnahme der Bären, so Casutt.
Der Bär sei zuerst ein willkommener Werbeträger für die Tourismusdestinationen gewesen, schreibt die fünfköpfige Fraktion der Unabhängigen in einem Vorstoss. Nun aber bedrohe Meister Petz die Herden der Bauern und komme Siedlungen immer näher. Es sei eine Frage der Zeit, bis es zu einem Zusammenstoss mit Menschen komme.
Graubünden sei zu klein und zu dicht bevölkert, es habe keinen Platz für Bären, sagte Renatus Casutt auf Anfrage der Nachrichtenagentur SDA. Der Grossrat aus Falera, der sich derzeit auf der Hochjagd befindet, ist Erstunterzeichner des Vorstosses, in dem die Regierung aufgefordert wird, «griffige Massnahmen zu treffen, damit der Bär sich nicht weiter im Kanton ansiedeln kann».
Geduldet auf Zeit
Casutt befürchtet, es kämen noch mehr Bären nach Graubünden. Deshalb will er eine Diskussion auf politischer Ebene lostreten.
Die Anwesenheit der zwei im Juni eingewanderten Braunbären duldet er zwar noch, lässt aber keine Zweifel offen, was geschehen muss, wenn sie weiter Schafe reissen: «Dann müssen sie weg.»
(ht/sda)
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