FDP Frauen wollen Sturmgewehr im Zeughaus Sonntag, 27. Mai 2007 / 16:33 Uhr
Bern - Die FDP Frauen wollen die Ordonanzwaffen ins Zeughaus verbannen. Ihrer Ansicht wird der Verteidigungsauftrag der Armee nicht in Frage gestellt, wenn die Dienstwaffe nicht mehr nach Hause genommen werden darf.
 Der Kompromissvorschlag geht den FDP Frauen zuwenig weit.
An ihrer Frühjahrskonferenz am Samstag in Bern waren die FDP Frauen sich einig, dass eine Lagerung der Dienstwaffen im Zeughaus eine wirkungsvolle Präventionsmassnahme gegen Familiendramen und Suizide ist, wie es in einem Communiqué heisst.
Die FDP Frauen stünden zur Dienstpflicht und zur militärischen Landesverteidigung. Leider gebe es jedoch eine ernstzunehmende Minderheit von Dienstpflichtigen, die mit ihrer Schusswaffe Familien massiv bedrohten oder im schlimmsten Fall gar töteten.
«Munition einfacher zu beschaffen»
Den Kompromissvorschlag der Sicherheitspolitischen Kommission des Ständerats lehnen die FDP Frauen ab. Dieser sieht vor, dass nur noch jene rund 2000 Wehrmänner, die für Ersteinsätze vorgesehen sind, ihre Taschenmunition erhalten.
Dieser Vorschlag greife zu kurz, schreiben die FDP Frauen weiter. Munition sei nämlich faktisch einfacher zu beschaffen als eine Schusswaffe. Wenn es um die Verhinderung von Familienmorden oder Suiziden gehe, seien politische Kompromisse nicht der richtige Weg.
Initiative vor Lancierung
Die Verbannung der Dienstwaffe ins Zeughaus ist eine der Forderungen der Waffeninitiative, die Linke, Grüne und zahlreiche Organisationen im August lancieren wollen.
Darüber hinaus soll mit der Initiative auch der private Erwerb und Besitz von Waffen stark eingeschränkt und ein Waffenregister eingeführt werden.
(ht/sda)
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