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Rückenwind gegen Armeewaffen im Haushalt

Dienstag, 17. April 2007 / 13:09 Uhr

Bern - Der Amoklauf von Blacksburg (USA) gibt den Gegnern der Aufbewahrung von Armeewaffen im Haushalt weiteren Rückenwind. Diese wollen trotz einem Kompromissvorschlag der ständerätlichen Kommission an ihrer geplanten Initiative festhalten.

Die Schweizer Rekruten bekommen ihre Dienstwaffe noch vor ihrer Uniform.

Mehrere Organisationen und Parteien werden am 25. Mai in Bern entscheiden, ob die «Volksinitiative zum Schutz vor Waffengewalt» lanciert wird oder nicht.

Beni Hirt, der Dossierverantwortliche der SP, wollte sich gegenüber der Nachrichtenagentur SDA nicht zum Drama von Blacksburg äussern.

Den Entscheid der Sicherheitspolitischen Kommission des Ständerats (SPK) vom Montag bezeichnete Hirt als einen «Schritt in die richtige Richtung».

Die SPK schlägt vor, dass die Taschenmunition nur noch jenen 2000 Wehrmännern heimgegeben wird, die für Ersteinsätze vorgesehen sind.

Jeder könne sich Munition beschaffen

Ein Verzicht auf die Lancierung der Initiative stehe trotz des SPK-Vorschlags aber nicht zur Debatte, sagte Hirt.

«Jeder weiss, dass sehr einfach ist, sich auf dem Schiessstand Munition zu beschaffen.» Es genüge, nicht alle Patronen zu verschiessen und den Rest in die eigene Tasche zu stecken.

Armeewaffen müssten deshalb ebenfalls aus den Schweizer Haushalten verschwinden. Ausserdem müsse ein nationales Waffenregister eingerichtet werden.

Zwei Millionen Gewehre und Pistolen

Um die 231'000 Sturmgewehre und 51'600 Ordonnanzpistolen befinden sich zurzeit in Schweizer Haushalten.

Zählt man die privaten Waffen hinzu, kommt man auf schätzungsweise zwei Millionen Gewehre und Pistolen.

Pro Jahr werden in der Schweiz gegen 300 Personen von Armeewaffen getötet. Dies zeigt eine Studie, die die Universität Lausanne vor kurzem veröffentlichte.

(rr/sda)


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