UNGLÜCKSFÄLLE
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Glückskette sammelt 35 Mio. Franken

Montag, 3. Januar 2005 / 11:47 Uhr
aktualisiert: 12:29 Uhr

Bern - Nach dem Seebeben im Indischen Ozean hat die Summe der einbezahlten Spenden bei der Glückskette 35 Millionen Franken erreicht. Das teilte Roland Jeanneret, Kommunikationsleiter der Glückskette, mit.

Grosse Spendenbereitschaft der Schweizer Bevölkerung.

Am Sonntag hatte Jeanneret erklärt, er erwarte bis zum nationalen Sammeltag am Mittwoch eine historische Summe. Spenden können einbezahlt werden auf das Konto 10-15000-6 mit dem Vermerk Seebeben Asien.

Bei ihrer Aktion arbeitet die Glückskette mit den Hilfswerken HEKS, Caritas, Terre des hommes, SAH, SRK und MSF, Medair und Handicap International zusammen. Diese leisten Nothilfe teils zusammen mit Partnerorganisationen vor Ort.

111 Schweizer Touristen vermutlich tot

Inzwischen geht das Eidg. Departement für auswärtige Angelegenheiten (EDA) davon aus, dass für 111 Schweizer Touristen in den betroffenen Gebieten praktisch keine Hoffnung mehr besteht. Die Zahl der identifizierten Toten blieb bei 16.

Wenn eine Person bei hoher Todesgefahr verschwunden ist, gilt ihr Tod als höchst wahrscheinlich. Das legt das Schweizer Zivilgesetzbuch fest. Vermisste Menschen werden frühestens nach zwei Jahren für tot erklärt.

Als hohe Todesgefahren gelten Flugzeugabstürze, Brände, aber auch Naturkatastrophen wie das Seebeben im Indischen Ozean, wie Hermann Schmid von Bundesamt für Justiz auf Anfrage sagte. Es sei daher wahrscheinlich, dass die lokalen Gerichte in der Schweiz die seit der Flutwelle vermissten Personen für tot erklären werden.

Calmy-Rey in Thailand

Bundesrätin Micheline hat sich in Thailand ein Bild der Situation vor Ort. Sie besuchte Helfer, Experten und Verletzte. Die Bundesrätin traf auch mit dem thailändischen Innenminister und den Gouverneur der Provinz Phuket zusammen.

(fest/sda)


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