MINARETTVERBOT
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«Muslime wissen, was gepredigt wird»

Sonntag, 13. Dezember 2009 / 10:59 Uhr
aktualisiert: 12:03 Uhr

Bern - Hisham Maizar, der Präsident der Föderation islamischer Organisationen in der Schweiz (FIDS), fordert die Schaffung einer islamischen Dachorganisation. Ein solcher Verband der Muslime würde den Dialog mit den Behörden und der Politik vereinfachen.

Hisham Maizar fordert die Muslime in der Schweiz zur Zusammenarbeit mit den Behörden auf. (Archivbild)

Der Weg dahin sei lang und schwierig, ein Anfang aber gemacht, sagte Maizar in einem Interview mit der Westschweizer Sonntagszeitung «Le Matin Dimanche».

Ein erster Schritt sei bereits vor der Abstimmung über das Minarett-Verbot erfolgt, als seine Organisation mit der Koordination der islamischen Organisationen (COIS) zusammenarbeitete.

Maizar sagte, die Muslime in der Schweiz müssten mit den Behörden zusammenarbeiten, etwa beim Umgang mit radikalen Geistlichen. Die Gläubigen nämlich wüssten im Gegensatz zu den Behörden, worüber an ihren Kultstätten gepredigt werde.

So könnten die Muslime durchaus auch bei der Erteilung von Visa an Imane ein Wort mitreden. Das sei etwa in Österreich schon der Fall.

Treffen mit Widmer-Schlumpf

Da ein einheitlicher Ansprechpartner fehlt, hat Bundesrätin Eveline Widmer-Schlumpf die verschiedenen Organisationen an einen runden Tisch gerufen.

Das Treffen soll noch vor Weihnachten stattfinden, wie Philippe Piatti, Sprecher des Eidgenössischen Justiz- und Polizeidepartements (EJPD), sagte. Ein erstes Treffen vom September war der Integration gewidmet. Ob die Treffen auf eine regelmässige Basis gestellt werden sollen, wollte das EJPD nicht sagen.

(bert/sda)


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