KATRINA
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Noch 80 000 Gestrandete in New Orleans

Sonntag, 4. September 2005 / 08:08 Uhr

New Orleans - Fünf Tage nach dem Hurrikan «Katrina» warten in New Orleans nach Angaben der Behörden noch zehntausende Menschen auf ihre Evakuierung.

Das Militär fliegt pausenlos Menschen aus der Stadt.

Militär-Vertreter erklärten, es müsse noch mit bis zu 80 000 Gestrandeten in der Stadt gerechnet werden.

Das Militär hat eine Art Luftbrücke eingerichtet, über die Chinook-Helikopter nahezu pausenlos jeweils bis zu 20 Menschen vom Sammelplatz Convention Center abholten.

In den umliegenden Strassen kamen zudem Dutzende Busse an, die jeweils bis zu 50 Menschen aufnahmen.

Bis zu 42 000 Menschen sind bereits aus New Orleans evakuiert worden und in Stadien oder andere Unterkünfte im US-Bundesstaat Texas gebracht worden.

Mit Respekt behandeln

Inzwischen begannen die Einsatzkräfte mit der Bergung von Leichen.

«Wir haben mit dem Einsammeln von Körpern begonnen», sagte Michael Brown, Direktor des Notfall-Managements der Behörden (FEMA), in New Orleans.

«Wir behandeln die Toten mit Respekt, bringen sie in ein Leichenschauhaus und identifizieren sie.»

Tausende Tote

Zu der möglichen Zahl der Getöteten wollte er sich nicht äussern. Die US-Behörden hatten in den vergangenen Tagen erklärt, bei der Katastrophe könnten Tausende ums Leben gekommen sein.

Die US-Regierung kündigte an, Aussenministerin Condoleezza Rice und Verteidigungsminister Donald Rumsfeld würden in die Region kommen.

US-Präsident George W. Bush selbst war am Freitag in den betroffenen Gebieten und will am Montag erneut dorthin zurückkehren.

(rr/sda)


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