Nordkorea will sein Atomprogramm stoppen Sonntag, 2. September 2007 / 17:26 Uhr aktualisiert: 3. September 2007 / 15:42 Uhr
Genf - Nordkorea beendet sein Atomprogramm bis Ende Jahr. Das kommunistische Land und die USA haben ein entsprechendes Abkommen getroffen, wie US-Chefunterhändler Christopher Hill nach zweitägigen Gesprächen in Genf mitteilte.
 Nordkorea will sein Atomprogramm, so Chef-Unterhändler Christopher Hill, stoppen.
Demnach liefert Nordkorea eine komplette Liste seiner nuklearen Aktivitäten und stoppt diese bis Ende Jahr. Das Abkommen betreffe wirklich jede Aktivität in diesem Bereich, unterstrich Hill an einer Medienkonferenz in der amerikanischen UNO-Vertretung.
Die Internationale Atomenergiebehörde IAEA werde die Demontage der Installationen überprüfen. Die Details der Massnahmen würden an den nächsten Sechser-Gesprächen im Lauf des Septembers in Peking diskutiert.
An den Sechser-Gesprächen nehmen die USA, China, Russland, Japan sowie Nord- und Südkorea teil. Die komplette Sechser-Runde habe von jetzt an mehr Erfolgschancen, sagte Hill.
Hoffnung auf Friedensabkommen
Der US-Chefunterhändler gab zudem der Hoffnung Ausdruck, in den ersten Monaten des nächsten Jahres ein Friedens- und Sicherheitsabkommen für Nord- und Ostasien abschliessen zu können. Ausserdem sollten sich die Beziehungen zwischen Washington und Pjöngjang normalisieren.
Die Schweiz begrüsst die bei den Genfer Gesprächen zwischen den USA und Nordkorea erzielten Fortschritte. «Die Aussagen des US-Chefunterhändlers Christopher Hill stimmen uns optimistisch», sagte EDA-Sprecher Lars Knuchel.
«Die Schweiz setzt sich für die Nonproliferation ein», sagte der Sprecher des Eidg. Departemens für auswärtige Angelegenheiten (EDA) weiter - also dafür, dass nukleares Material nicht weitergegeben werde. Auch begrüsse es die Schweiz, wenn auf diplomatischen Wegen nach Lösungen gesucht werde, sagte Knuchel weiter.
(tri/sda)
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