RELIGION
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Pius-Bruderschaft: Williamson wird Argentinien verlassen

Samstag, 21. Februar 2009 / 15:55 Uhr

Buenos Aires - Der Holocaust-Leugner und Pius-Bruder Richard Williamson wird der Ausreiseanordnung der argentinischen Regierung innerhalb der gesetzten Frist von zehn Arbeitstagen nachkommen. Das berichtete die Zeitung «La Nación».

Pius-Bruder Richard Williamson will die Frist offenbar nutzen, um das Land zu verlassen. (Archivbild)

Die Zeitung berief sich dabei auf den Leiter der erzkonservativen Pius-Bruderschaft für Südamerika, Christian Bouchacourt. In welches Land der 68-jährige Bischof ausreise, werde von den Autoritäten der Bruderschaft in Europa entschieden, habe Bouchacourt angedeutet.

Die Ausländerbehörde in der Hauptstadt Buenos Aires hatte dem Briten am Freitag eine Frist von zehn Arbeitstagen gesetzt, das Land freiwillig zu verlassen. Danach werde er zwangsweise abgeschoben.

Die Pius-Bruderschaft habe jedoch schon zuvor beschlossen, dass Williamson nach der Niederlegung der Leitung eines Priesterseminars westlich von Buenos Aires auch das südamerikanische Land verlassen sollte, sagte Bouchacourt.

Aufenthalt weiter unbekannt

«Der Bischof leitete nicht mehr das Seminar, und er war bereits darauf eingestellt, das Land zu verlassen», zitierte «La Nación» den Geistlichen.

Der Aufenthalt von Williamson ist weiter unbekannt. Die Pius-Bruderschaft hatte sich nach Bekanntwerden der Leugnung der Shoa durch Williamson von dieser «Meinungsäusserung» distanziert. Die Rücknahme der Exkommunizierung von Williamson und drei weiteren Pius-Bischöfen durch Papst Benedikt XVI. hatte Empörung ausgelöst.

(bert/sda)


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