Pius-Bruder Williamson aus Argentinien abgereist Dienstag, 24. Februar 2009 / 17:21 Uhr aktualisiert: 20:14 Uhr
Buenos Aires - Der Holocaust-Leugner und Bischof der erzkonservativen Pius-Bruderschaft, Richard Williamson, hat seine bisherige Wahlheimat Argentinien verlassen.
 Die Regierung in Buenos Aires hatte Richard Williamson ultimativ aufgefordert das Land zu verlassen.
Von der Hauptstadt Buenos Aires aus flog der Brite nach Informationen des argentinischen Fernsehsenders TN mit einer Linienmaschine Richtung London ab.
Mit der Ausreise kam Williamson einer ultimativen Aufforderung der argentinischen Regierung nach, das Land binnen zehn Arbeitstagen zu verlassen. Zur Begründung wurde auf «Unregelmässigkeiten» in seinem Visumsantrag und vor allem auf die Leugnung des Holocausts hingewiesen.
Keine Straftat
Nach einer Zwischenlandung im brasilianischen Sao Paulo sollte der Jumbo mit Williamson planmässig am Mittwoch um 7.15 (8.15 MEZ) in London-Heathrow landen. In Grossbritannien ist die Leugnung des Holocaust nicht strafbar.
Die Rücknahme der Exkommunizierung Williamsons und drei weiterer Pius-Bischöfe durch Papst Benedikt XVI. Ende Januar hatte Empörung ausgelöst. Einer Aufforderung des Papstes, seine Aussagen zu widerrufen, widersetzte sich Williamson.
Keine Erklärung
Auf dem Flughafen in Buenso Aires gab der seit Wochen untergetauchte 68-Jährige keine Erklärungen ab. Dafür drohte er einem Journalisten mit geballter Faust.
Eine offizielle Bestätigung für die Ausreise Williamsons gab es zunächst nicht. Die zuständige Ausländerbehörde in Buenos Aires verweigerte eine Bestätigung, ob Williamson tatsächlich ausgereist sei. Auch British Airways verweigerte jede Angabe zur Passagierliste.
Die Zentrale der Pius-Bruderschaft in Menzingen teilte mit, dass man nicht sagen könne, wo Williamson am Ende hinreisen werde.
(sl/sda)
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