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«Tookie» Williams: Letzte Anhörung

Freitag, 9. Dezember 2005 / 07:14 Uhr

Sacramento - Der kalifornische Gouverneur Arnold Schwarzenegger will bis spätestens Montag über das Gnadengesuch des Todeskandidaten Stanley «Tookie» Williams entscheiden.

Stanley «Tookie» Williams machte sich nicht nur als Bandenchef einen Namen, sondern auch als Autor.

Dies teilte sein Büro nach einer Anhörung am Donnerstag in Sacramento mit.

Bei der Anhörung hatten die Staatsanwaltschaft und Williams´ Anwälte Schwarzenegger ihre Argumente vorgetragen.

Bei dem Treffen wurde dem Gouverneur zudem ein Schreiben des Todeskandidaten übergeben, der kommenden Dienstag durch eine Giftinjektion hingerichtet werden soll.

Während der Anhörung demonstrierten rund 100 Todesstrafengegner vor dem Regierungssitz. «Wir konnten sagen, was wir sagen wollten», sagte ein Sprecher von Williams´ Anwälten nach der Anhörung vor Journalisten, ohne nähere Angaben zu deren Verlauf zu machen.

Neuer Mensch

Williams ist wegen vierfachen Mordes verurteilt. Er bestreitet die Taten. Das Gnadengesuch argumentiert zudem, dass der 51-Jährige im Gefängnis ein anderer Mensch geworden sei.

Der einstige Gründer der brutalen «Crips»-Bande predigt heute Gewaltlosigkeit und hat zahlreiche Bücher verfasst, in denen er vor den Gangs warnt.

Dafür wurde er mehrfach für den Friedensnobelpreis vorgeschlagen. Williams wird auch von zahlreichen Stars aus der Musik- und Filmbranche unterstützt.

(rr/sda)


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