BIRMA/MYANMAR
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UNO kritisiert Militärjunta in Birma

Donnerstag, 11. Oktober 2007 / 21:47 Uhr

New York - Der UNO-Sicherheitsrat hat die birmesische Militärregierung für deren Niederschlagung der Massendemonstrationen kritisiert. Er «bedauert den Einsatz von Gewalt gegen Demonstrationen sehr».

Zum ersten Mal hat sich der Sicherheitsrat der UNO explizit zu Birma äussert.

In der einstimmig verabschiedeten Erklärung hob das Gremium hervor, politische Gefangene müssten zügig freigelassen werden.

Zwischen der Opposition und der Junta müsse ein ehrlicher Dialog möglich gemacht werden.

Oppositionsführerin Aung San Suu Kyi wird entgegen den ersten Entwürfen nicht mehr ausdrücklich genannt.

«Akzeptabler» Kompromiss

Der amerikanische UNO-Botschafter Zalmay Khalilzad nannte die Erklärung gleichwohl «akzeptabel».

Sein französische Kollege Jean-Maurice Ripert sagte dagegen, es sei kein Geheimnis, dass sich die USA, Grossbritannien und Frankreich eine stärkere Botschaft gewünscht hätten. Damit hätte man jedoch kein geschlossenes Votum erreichen können.

Der Sicherheitsrat hatte tagelang um die Erklärung gerungen. Es ist das erste Mal, dass sich der Sicherheitsrat der Vereinten Nationen (UNO) zu Birma explizit äussert.

Die Vetomacht China hatte bislang stets verhindert, dass das 15-köpfige Gremium die birmesische Junta offen kritisiert. Nun stimmte die Volksrepublik zu.

(bert/sda)


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